Unterstützung durch das Land für die Aids-Hilfe

Vorarlberg / 22.03.2018 • 20:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bregenz Die Aids-Hilfe Vorarlberg wird von der Landesregierung heuer mit einem Förderbeitrag von rund 140.000 Euro unterstützt. Die Beratungs- und Fachstelle engagiert sich in vielfältiger Weise präventiv und steht mit ihren Angeboten Infizierten und deren Angehörigen zur Seite. „Der Kampf gegen Aids erfordert die Enttabuisierung des Themas und Solidarität mit den Betroffenen. In der Aids-Hilfe Vorarlberg haben wir dafür einen ebenso kompetenten wie engagierten Partner“, bekräftigt Gesundheitslandesrat Christian Bernhard.

Zwar haben die Fortschritte der Medizin und die Maßnahmen in der Drogenpolitik – Einrichtung von Beratungsstellen, Spritzentausch, Substitutionsbehandlung, Hepatitis-Impfprogramm – dazu geführt, dass Aids nicht mehr eine zwangsläufig tödliche, sondern weitgehend eine chronische Krankheit ist. Dennoch warnt Bernhard vor einer Verharmlosung: „Die Gefahr besteht in einer veränderten Risikowahrnehmung. Aids hat seinen Schrecken von früher verloren, trotzdem müssen wir unsere Anstrengungen in Prävention und Aufklärung konsequent fortsetzen.“

Im Vorjahr hat die Aids-Hilfe Vorarlberg an Schulen und im Jugendbereich 72 Präventionsveranstaltungen durchgeführt und so 1463 Jugendliche informiert. Insgesamt konnten bei der Präventionsarbeit rund 2000 Personen erreicht werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die HIV-Antikörpertestung. Es wurden 744 Blutabnahmen und dazu 1432 Testberatungen durchgeführt.