Vorzeigeprojekt mit Stolpersteinen

Vorarlberg / 28.03.2018 • 19:23 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In wenigen Wochen sollen auf dem Campingplatz Enz die Bauarbeiten beginnen.HA 
In wenigen Wochen sollen auf dem Campingplatz Enz die Bauarbeiten beginnen.HA 

Nach einjähriger Verzögerung soll Umbau des Dornbirner Campingplatzes endlich beginnen.

Dornbirn Schon vor zwei Jahren beschloss die Stadtvertretung die Modernisierung des Dornbirner Campingplatzes Enz und beauftragte die Dornbirner Seilbahngesellschaft, das Projekt umzusetzen. Bevor die Baumaschinen auffahren, müssen aber noch weitere Details geklärt werden. Der Spatenstich soll trotzdem noch in diesem Frühjahr erfolgen.

So einfach wie angenommen ist der Umbau des in die Jahre gekommenen Campingplatzes gegenüber der Karrenseilbahn in eine 4-Sterne-Anlage nicht. Zuerst musste die Stadt, die das Projekt finanziert, mit den Anrainern das Einvernehmen suchen.

„Die Verhandlungen sind inzwischen abgeschlossen, aber die Verträge müssen erst noch unterschrieben werden“, will Vizebürgermeister Martin Ruepp, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Seilbahngesellschaft ist, die Vertragspartner nicht vor vollendete Tatsachen stellen.

Millionenprojekt

Noch nicht geklärt ist, wie tief die Stadt in die Kasse greifen muss. Um die Kosten nicht aus dem Ruder laufen zu lassen, wurde das ursprüngliche Projekt bereits abgespeckt. Noch vor einem Jahr war von Baukosten in Höhe von rund 3,4 Millionen Euro die Rede. „Was der Umbau schlussendlich kosten wird, kann ich derzeit noch nicht sagen“, erklärt Ruepp.

Wer den neuen Platz betreiben wird, muss auch noch geklärt werden. Möglich ist, dass die Seilbahngesellschaft allein das Ruder in den Händen hält oder mit einem Profi aus der Campingszene zusammenarbeitet. Ruepp ist guter Dinge, dass trotz offener Fragen demnächst mit den ersten Baumaßnahmen begonnen werden kann. Dabei geht es um die Befestigung der Flächen, die Verlegung von Versorgungsleitungen oder die Ableitung des Hangwassers.

Im Herbst werden dann die erforderlichen Gebäude für die Gastronomie und die sanitären Anlagen gebaut.

„Fehlinvestition“

Geplant sind insgesamt 100 bis 120 Stellplätze. Ruepp rechnet in Zukunft mit jährlich 10.000 bis 15.000 Nächtigungen, mehr als doppelt so viel als bisher. Seitens der Dornbirner Neos gibt es massive Zweifel an solchen Zahlen. NR Gerald Loacker prophezeit den Betreibern ein kräftiges Defizit, weil die gewünschte Auslastung nie und nimmer erreicht werde. Für ihn ist der Aufwand deshalb nicht zu rechtfertigen: „Wir investieren hier ins Blaue.“ HA