Vom Zeitung-Lesen und von Heiligtümern

Vorarlberg / 29.03.2018 • 20:58 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Hittisauer Werner Graninger und sein treuer Begleiter „Charly“ widmen sich jeden Morgen nach dem Spaziergang den VN.  VN/Fetz
Der Hittisauer Werner Graninger und sein treuer Begleiter „Charly“ widmen sich jeden Morgen nach dem Spaziergang den VN.  VN/Fetz

Die VN gehören für Werner Graninger und Charly zum Frühstücksritual.

Hittisau Jeden Abend freut sich Werner Graninger schon auf den nächsten Morgen. „Ich frühstücke einfach unglaublich gerne“, erklärt er, schmunzelt und fügt hinzu: „Das Frühstück ist mein Heiligtum.“ Bevor es zu Tisch geht, steht für den 77-jährigen Hittisauer aber erst einmal ein halbstündiger Spaziergang mit seinem Hund Charly auf dem Programm. Gemeinsam mit dem dreijährigen King Charles Spaniel holt er dann auf dem Weg zurück in die Wohnung die VN aus dem Briefkasten. Während Charly nach dem Frühsport an seiner Mettwurst knabbert, widmet sich Werner Graninger bei Weißwurst, Sennsuppe und frisch gepresstem Orangensaft der Zeitungslektüre.

 „Bei uns werden die VN schon seit Generationen gelesen. Da ich die Zeitung jeden Morgen von vorne bis hinten durchgehe, dauert das Frühstück locker eine Stunde“, erklärt der Bregenzerwälder. Er könnte die VN nicht entbehren, meint er weiter. „Da ich so erfahren kann, was sich im Land alles abspielt.“ Am meisten interessiert ihn das wirtschaftliche Geschehen, führt der VN-Leser des Monats aus.

Aber auch die Seite mit dem Wetter und dem Mondkalender, den Lokalteil mit der Chronik und die letzte Seite mit dem Geschehen aus aller Welt studiert er genau. Und falls sich das alles morgens nicht mehr ausgeht, nehme er sich abends eben noch einmal Zeit dafür. Der Bregenzerwälder ist zwar seit rund 15 Jahren in Pension. „Es gibt aber immer was zu tun.“ So hilft der ehemalige Metzger beispielsweise gerne noch im Betrieb seines Sohnes in Krumbach mit, wo verschiedene Tiefkühlprodukte produziert werden. Auch als Katzensitter stellt er sich gerne zur Verfügung, wenn eines seiner Familienmitglieder mal auf Urlaub fährt.

Überraschung für den Opa

Werner Graninger ist Vater von zwei Töchtern und zwei Söhnen sowie Opa von neun Enkeln. „Der Name Graninger wird also noch nicht gleich aussterben“, sagt er und lächelt. Zwei seiner Enkelinnen hat er auch seinen Charly zu verdanken. „Sie haben mich eines Tages mit dem Hund überrascht“, erzählt er. Seither ist der weiß-braune Spaniel sein treuer Begleiter. Abends mögen es Werner Graninger und Charly vor dem Zu-Bett-Gehen gerne kriminell. So machen es sich die beiden auf der Couch gemütlich, wenn die „Rosenheim Cops“ ermitteln. Gerne geht der VN-Leser des Monats übrigens auch auf Wellness-Urlaub. „Allein schon wegen dem Frühstücksbuffet“, erklärt er und muss schmunzeln. VN-mef

Zur Person

Werner Graninger

Geboren am 4. September 1940

Wohnort Hittisau

Ausbildung Metzgerlehre und Meisterprüfung

Beruf Pensionist

Hobbys Relaxen, Wellnessen, Wandern und Spazieren, Schwimmen, Zeitung lesen

Familie zwei Söhne, zwei Töchter und neun Enkel