Machtproben und Ehrgeizige

Vorarlberg / 30.03.2018 • 18:34 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Auer (l.) gilt als absolute Wunschspitzenkandidatin von SP-Parteichefin Sprickler-Falschlunger. VN
Auer (l.) gilt als absolute Wunschspitzenkandidatin von SP-Parteichefin Sprickler-Falschlunger. VN

Geschlossenheit In der Dornbirner Stadtvertretungssitzung am kommenden Dienstag bringen der rote Stadtrat Gebhard Greber (62), sein blauer Regierungskollege Walter Schönbeck (57) und Stadträtin Juliane Alton (51, Grüne) gemeinsam mit dem Stadtvertreter Michael Klocker (40, Neos) einen gemeinsamen Antrag für den Bau einer Turnhalle neben der Ausweichschule Fischbach ein. Die Schwarzen mit Stadtchefin Andrea Kaufmann (49) an der Spitze stehen einem solchen Projekt allerdings kritisch gegenüber. Da die Volkspartei aber seit den Gemeindewahlen nicht mehr über die absolute Mehrheit verfügt, steht ihr damit eine Machtprobe bevor. Bisher wurden Projekte dieser Größenordnung traditionell stets im Vorfeld in den Ausschüssen diskutiert. Somit könnte die von der politischen Gegenseite gezeigte Geschlossenheit bewirken, dass einmal gegen den Willen der Volkspartei ein Millionenprojekt umgesetzt wird.

 

Spitzenfrau Vorarlbergs Sozialdemokraten mit Parteichefin Gabi Sprickler-Falschlunger (61) sind auf der Suche nach einem Aushängeschild für die Landtagswahl 2019. Als Wunschkandidatin Sprickler-Falschlungers gilt die Bludenzerin Manuela Auer (52, SP). Auer, die derzeit ihre Brötchen als ÖGB-Landesgeschäftsführerin und als Volksvertreterin im Landtag verdient, ist darüber hinaus als AK-Vizepräsidentin tätig. Die Entschädigung in der Höhe von rund 2200 Euro monatlich stellt Auer nach eigenen Angaben karitativen Zwecken zur Verfügung. Ob sie aber dem Wunsch ihrer Parteichefin nachkommen und als Spitzenfrau für die Roten in den Landtagswahlkampf ziehen kann, lässt die Bludenzerin derzeit in Wien prüfen. Dazu braucht es nämlich die Zustimmung ihres Dienstgebers, sprich jene von ÖGB-Chef Erich Foglar (62, SP).

 

Gerangel Wer übernimmt die Funktion von Edgar Mayer (64, VP) im Bundesrat, wenn sich dieser im Herbst 2018 von der politischen Bühne verabschieden wird? Diese Frage sorgt derzeit bei der Vorarlberger Volkspartei nicht nur für eine Debatte, manche sprechen hinter den Kulissen sogar von einem Gerangel. Ob sich nämlich LH Markus Wallner (51) als Parteichef mit seinem Vorhaben, der im Nationalratswahlkampf durch den Rost gefallenen Satteinserin Martina Ess (37) die Tür in dieses Gremium zu öffnen, durchsetzen wird, gilt inzwischen als überaus fraglich. Im Arbeitnehmerbund, und aus dieser VP-Vorfeldorganisation stammt Mayer, wird nämlich der der Thüringer Gemeindechef Harald Witwer (41) favorisiert. Witwer hat bereits den Landesobmann des ÖAAB übernommen und gilt bei den Schwarzen längst als auffallend ehrgeiziger Funktionär.

„Wenn man mich weckt, würde ich auch im Halbschlaf sagen, dass ich gerne in Tirol bin.“
              Hermann Glettler, Bischof
            neuer Oberhirte, gebürtiger Steirer, ist in Tirol angekommen

„Wenn man mich weckt, würde ich auch im Halbschlaf sagen, dass ich gerne in Tirol bin.“

Hermann Glettler, Bischof

neuer Oberhirte, gebürtiger Steirer, ist in Tirol angekommen

„Wir haben den Anschein einer ‚Nudeltruppe‘ erweckt. Künftig machen wir nur noch schmackhafte Pasta.“
              Werner Kogler, Grüne
            Bundesparteichef rührt im grünen Topf um

„Wir haben den Anschein einer ‚Nudeltruppe‘ erweckt. Künftig machen wir nur noch schmackhafte Pasta.“

Werner Kogler, Grüne

Bundesparteichef rührt
im grünen Topf um

„Ich will weg von den Luftschlössern, hin zu einer schlanken Armee, die trotzdem PS auf die Straße bringt.“Mario Kunasek, FPMinister, will auch mit weniger Budget schnell sein

„Ich will weg von den Luftschlössern, hin zu einer schlanken Armee, die trotzdem PS auf die Straße bringt.“

Mario Kunasek, FP

Minister, will auch mit weniger Budget schnell sein