Schifffahrtsfreuden zum Billigtarif

Vorarlberg / 15.04.2018 • 20:21 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Am gestrigen Sonntag war der Bregenzer Hafen das Ziel Tausender Besucher, galt es doch, die Schifffahrt hautnah zu erleben.vn/sams
Am gestrigen Sonntag war der Bregenzer Hafen das Ziel Tausender Besucher, galt es doch, die Schifffahrt hautnah zu erleben.vn/sams

„Tag der Schifffahrt“ lockte rund 8000 Besucher in den
Bregenzer Hafen.

Bregenz Es sieht nach Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff aus: Menschen räkeln sich in Liegestühlen, schlürfen genüsslich Drinks und genießen die Aussicht, die sich ihnen von hoch oben bietet. Dass sich das Schiff keinen Millimeter bewegt, sondern nur leise auf dem Wasser schaukelt, stört nicht. Auf der „Sonnenkönigin“ kann man es mit und ohne stampfenden Antrieb gut aushalten. Kein Wunder, dass das größte Schiff der Vorarlberg Lines am gestrigen „Tag der Schifffahrt“ die Attraktion schlechthin war und Geschäftsführer Alexandro Rupp zufrieden anmerkte: „Wir sind froh, dass wir sie haben.“ Aber auch das Motorschiff „Vorarlberg“ tuckerte jeweils voll beladen zum Billigtarif über das Schwäbische Meer. Insgesamt nutzten rund 8000 Besucher aus dem ganzen Land den Sonntag, um die Bodenseeschifffahrt einmal hautnah zu erleben.

Wichtiges Zielpublikum

Die Bevölkerung mit ins Boot zu holen, ist die Intention dieser zum achten Mal durchgeführten Veranstaltung. Um allen Familien die Fahrt an den Bodensee zu ermöglichen, konnten auch Bus und Bahn unentgeltlich benutzt werden. „Die Familien sind ein wichtiges Zielpublikum“, erklärt Alexandro Rupp. Deshalb sollten sie eine einfache Anreise haben. Die Chance wurde offenkundig genutzt und das Hafenareal zu einem Treffpunkt für Jung und Alt. Tanja Wiederin aus Muntlix ist schon Stammgast beim Saisonstart am österreichischen Bodenseeufer. „Alle Jahre wieder“, sagt sie lachend. Bereits um elf Uhr unternahm sie mit Familie und Freunden eine Rundfahrt auf dem Bodensee. Zwei Euro für Erwachsene, ein Euro für Kinder: So günstig schippert es sich sonst nie. Da standen die Besucher geradezu Schlange. Anstehen hieß es außerdem auf dem Motorschiff „Stadt Bregenz“, wo sich Kinder hübsche Malereien ins Gesicht zaubern lassen konnten. Drei im Umgang mit Farben und Pinsel versierte junge Damen vermochten den Ansturm an Mädchen und Buben kaum zu bewältigen. Doch alle nahmen die Wartezeiten geduldig in Kauf. Die Vorarlberg Lines hatten ihre gesamte Flotte aufgeboten.

2017 wurden 550.000 Passagiere gezählt. Heuer möchte Alexandro Rupp Kurs auf die 600.000er-Marke nehmen. „Aber das ist auch eine Wetterfrage“, meint er. Am gestrigen Sonntag stimmte alles: Vielleicht ein gutes Omen für die Flottensternfahrt am 28. April und den Rest der Saison. VN-MM