Bewegend

01.05.2018 • 16:40 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Die Nüziger Powerfrau unterstützt Jung bis Alt auf deren Weg.

nüziders Die Redensart „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ will Margit Walser so nicht stehen lassen. Vielmehr ergänzt die Mototherapeutin, Montessori-Pädagogin und Alt.Jung.Sein-Trainerin das Sprichwort mit den Worten „Hans lernt es nicht mehr so gut und schnell. Aber lernen tut er ein Leben lang. Das ist es auch, was mich in meinem Tun motiviert“, sagt die Nüzigerin.

Stillstand ist für Margit Walser daher ein Ding der Unmöglichkeit. „Wenn ich merke, dass ich nicht weiterkomme, suche ich neue Wege“, beschreibt die 53-Jährige. Nicht verwunderlich, dass sich in ihrem Lebenslauf stetes Entwickeln widerspiegelt. Hatte sie noch in Volksschulzeiten den Wunsch gehegt, einmal im Kindergarten tätig zu sein, gelang ihr 1987 der Quereinstieg als  ausgebildete Kindergartenassistentin, und nach der Familiengründung begleitet sie seit nunmehr gut 20 Jahren die kleine Nachwuchsschar in Nüziders.

Aktiv Impulse setzen

Zwei Jahrzehnte, die vor allem auch von menschlichem und beruflichem Weiterkommen geprägt waren. Der Ausbildung zur Spielgruppenleiterin im Jahr 2000 folgten die entscheidenden Schritte, zuerst zur Mototherapeutin, dann zur Alt.Jung.Sein-Trainerin und schlussendlich zur Montessori-Pädagogin. „Äußerst interessante Ausbildungen und einschneidende Erfahrungen“, sagt Margit Walser. Gerade das Gedankengut der Mototherapie, ein Bewegungskonzept zur ganzheitlichen Entwicklungsförderung, und mit ihm das Wissen um die Bedeutung der aktiven Impulse im Leben von Kleinen, aber auch Großen, haben ihr Tun nachhaltig beeinflusst.

So ist ihr Alltag heute von der generations- und themenübergreifenden Pädagogik geprägt: Drei Tage in der Woche unterstützt sie im Kindergarten die kleine Gummibärenbande, in der die Montessori-Maxime, „Hilf mir, es selbst zu tun“, hautnah gelebt wird. „Immer öfter wird darauf vergessen, Kinder im selbstständigen Alltagstun zu unterstützen. Indes überträgt man ihnen Verantwortung, mit der sie entwicklungsmäßig überfordert sind“, beschreibt die Montessori-Pädagogin, die bei Bedarf auch Kleine mit besonderen Bedürfnissen mit der Mototherapie bewegt.

Der Lebenssituation entsprechend will Margit Walser aber auch die ältere Generation bestärken. Seit sieben Jahren macht sie sich dafür im Frühjahr und Herbst einmal wöchentlich auf den Weg, um im Rahmen von Alt.Jung.Sein-Kursen, einem Angebot des Katholischen Bildungswerks, Menschen ab 60 Jahren mit gezielten Übungen und viel Spaß körperlich, geistig und seelisch in Bewegung zu halten.

Stets offen für Neues

14 Jahre lang gesellte sich zudem die jugendliche Generation in den Kreis ihrer Schützlinge. Als Jugendreferentin bei der Nüziger Sonnenberger Harmoniemusik begleitete die passionierte Musikantin, die bereits ihre 40-jährige Vereinszugehörigkeit feierte, den Nachwuchs auf seinem Weg und blieb auch hier ihrem Motto „Die Symbiose aus Altem und Neuem mit Gefühl und Hausverstand lehren und offen für Kommendes sein“ treu. Kein Wunder, dass sie neben ihren angestammten Instrumenten Trompete, Flügelhorn und Gitarre seit Neuestem die Ukulele spielt, stets mit der Intention, in Bewegung zu bleiben und zu bewegen. VN-HP

„Das Motto ‚Altes ehren und Neues begrüßen‘ hat für mich einen hohen Stellenwert.“

Zur Person

Margit Walser
arbeitet als Montessori-Pädagogin und Mototherapeutin im Kindergarten Nüziders sowie als AJS-Trainerin.

Geboren 30. August 1964

Ausbildung KG-Assistentin, Spielgruppenleiterin, Mototherapeutin, Montessori-Pädagogin, AJS-Trainerin

Familie verheiratet, zwei große Jungs

Hobbys Musik, Garten, Wandern, Skifahren