Wilde Flucht auf der Hochalpenstraße

01.05.2018 • 20:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Autofahrer lieferte Polizei im Montafon rasante Verfolgungsjagd.

Gaschurn Trotz der bestehenden Wintersperre lenkte ein 55-jähriger Deutscher am Montag gegen 16.40 Uhr sein Cabrio auf die Silvretta Hochalpenstraße. Das alarmierte Beamte der Polizeiinspektion Gaschurn. Sie konnten den 55-Jährigen mit seinem talwärts fahrenden Pkw im Bereich der Kehre Nr. 3 anhalten und führten eine Lenker- und Fahrzeugkontrolle durch.

Deutlicher Alkoholgeruch

Dabei stellten die Polizisten bei dem Deutschen einen deutlichen Alkoholgeruch fest. Wie die Beamten mitteilten, war ein Alkotest aus gesundheitlichen Gründen jedoch nicht möglich. Sie klärten den Mann deshalb rechtlich auf und forderten ihn anschließend dazu auf, zur Bestimmung des Blutalkoholgehalts eine Blutuntersuchung im Landeskrankenhaus Bludenz durchführen zu lassen. Vor seiner Weiterfahrt mit der Polizeistreife zum Krankenhaus erlaubten die Beamten dem 55-Jährigen noch, das Verdeck seines Cabrios zu schließen.

Unerwartete Reaktion

Dabei erlebten die Polizisten eine unerwartete Reaktion des Deutschen: Als der nämlich vorgab, das Verdeck zu schließen, stieg er in sein Fahrzeug und flüchtete. Eine wilde Verfolgungsjagd begann. Denn der Deutsche drückte aufs Gaspedal und raste mit stark überhöhter Geschwindigkeit und in riskanter Fahrweise von der Silvretta Hochalpenstraße in Partenen bis nach St. Gallenkirch.

Dabei ignorierte der Deutsche sämtliche Anhalteversuche der Polizei und konnte schließlich erst nach 15 Kilometern beim Maurentobel in St. Gallenkirch gestoppt werden. Dort hatte die Polizei nämlich eine Straßensperre errichtet, indem sie zwei Dienstfahrzeuge querstellte.

160 statt 80 km/h

Der Deutsche hatte während seiner Flucht massive Geschwindigkeitsübertretungen begangen. So war er etwa im Ortszentrum von St. Gallenkirch mit rund 120 km/h bei erlaubten 50 km/h und im Bereich des Restaurants Montafonerhüsle mit etwa 160 km/h bei erlaubten 80 km/h unterwegs. Er wird wegen Verdachts der Gefährdung der körperlichen Sicherheit an die Staatsanwaltschaft Feldkirch und wegen Verweigerung der Blutuntersuchung sowie der Missachtung des Fahrverbots an die Bezirkshauptmannschaft Bludenz angezeigt. Außerdem hatte der Mann offenbar eine Lawinenschranke auf der Hochalpenstraße beschädigt, diesbezügliche Erhebungen sind noch im Gange. VN-GS