Polizeischüler pauken in der Feuerwehrschule

02.05.2018 • 20:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Polizeischüler an ihrem ersten Grundausbildungstag am Mittwoch in der Landesfeuerwehrschule.  vn/ohm
Polizeischüler an ihrem ersten Grundausbildungstag am Mittwoch in der Landesfeuerwehrschule.  vn/ohm

Akuter Platzmangel in Vorarlbergs Sicherheitsakademie.

Feldkirch Die Sicherheitsakademie in Feldkirch-Gisingen beherbergt derzeit so viele Polizeischüler wie noch nie. Genauer gesagt: zu viele. Ihre Kapazitäten reichen grundsätzlich für vier Grundausbildungslehrgänge aus, doch derzeit sind es sechs an der Zahl. Natürlich hätte man den „Überschuss“ an Exekutivschützlingen ihre Kurse in anderen Bundesländern absolvieren lassen können. Doch dagegen spricht laut Thomas Hopfner, Leiter der Feldkircher Sicherheitsakadamie, ein wichtiger Grundsatz: „Vorarlberger gehören in Vorarlberg ausgebildet“, sagt er.

Die Alternative liegt buchstäblich nahe. Da sich nun auch andere Institutionen aus dem Rettungswesen bei der ebenfalls in der Montfortstadt situierten Landesfeuerwehrschule ausbilden lassen, rückte der Fokus der Polizei nach Feldkirch-Altenstadt.

Beginn ab sofort

Mit Erfolg. Das Land unterstützt das neue Kooperationsmodell, wie Sicherheitslandesrat Christian Gantner betonte: „Die 60 bis 80 Schulabgänger, die wir bei der Sicherheitsakademie der Polizei jährlich haben, sind uns wichtig. Ich freue mich, dass sich mit der Feuerwehr und der Polizei nun zwei Rettungsorganisationen in der Landesfeuerwehrschule zusammenfinden.“ So werden nun von Mai bis September dieses Jahres zwei von sechs Grundausbildungskursen der Polizei in der Landesfeuerwehrschule stattfinden. Die Voraussetzungen dafür sind in jeder Hinsicht vorhanden.

Doch auch die Akademie der Florianis selbst verspricht sich vom neuen Kooperationsmodell ein Stück des gemeinsamen Kuchens.

So hofft die Feuerwehr, bei so manchen Polizeischülern das Interesse für eine Mitgliedschaft bei den Brandbekämpfern zu wecken, wie Wolfgang Burtscher, Geschäftsbereichsleiter für Aus- und Weiterbildung beim Landesfeuerwehrverband, sagte. VN-GS