Rasante Fahrt endete vor Gericht

02.05.2018 • 20:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Angeklagte hofft, jetzt „gescheiter geworden zu sein.“Eckert
Der Angeklagte hofft, jetzt „gescheiter geworden zu sein.“Eckert

Feldkirch Im Oktober 2017 hielt ein Mechaniker die Polizei quer durch Rankweil in Atem. Er versah seinen über 25-jährigen Pkw mit einer fremden Prüfplakette und fuhr los. Zuvor hatte er nach eigenen Angaben fünf Bier getrunken. Kurz vor 22 Uhr fiel er einer Polizeistreife auf und gab Gas. Mit rund 120 km/h raste er der Polizei davon. Sein Beifahrer bekam Angst und wollte aussteigen, doch der Lenker blieb am Gas. So lange, bis der Verängstigte in seiner Panik die Handbremse zog. Daraufhin geriet der Wagen ins Schleudern.

Angefahren

Der Wagen drehte sich und stand in verkehrter Fahrtrichtung. Zwei Polizeibeamte parkten ihr Dienstfahrzeug rund einen halben Meter vor dem Verkehrssünder, doch dieser setzte seine Fahrt fort. Er touchierte den Einsatzwagen und verursachte an ihm einen Schaden von rund 800 Euro. Wieder flüchtete der Mann, wurde aber später vor seiner Wohnung festgenommen. „Ich weiß, dass ich da einen Scheiß gemacht habe, hoffentlich bin ich jetzt gescheiter geworden“, bittet der Angeklagte bei der Verhandlung am Landesgericht Feldkirch um ein mildes Urteil. Was die Ursache für die wilde Fahrt war, kann er kaum sagen, meint er. „Ich stand so unter Adrenalin“, lautet seine Erklärung.

Durch die Aktion wurde eine ganze Reihe von Delikten verwirklicht. Urkundenunterdrückung wird dem vierfach Vorbestraften wegen der fremden Plakette angelastet. Widerstand gegen die Staatsgewalt und Sachbeschädigung wegen seinem Verhalten gegenüber den Beamten. Gefährdung der körperlichen Sicherheit, weil er seinen Beifahrer und Passanten, die auf dem Gehsteig waren, gefährdete. Er war zeitweise auch auf dem Gehsteig unterwegs. Der Mann nimmt die Strafe an. EC