Ein Gehalt statt nur Taschengeld

03.05.2018 • 16:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Lebenshilfe Vorarlberg macht sich für das Thema stark.

dornbirn Die Forderung ist nicht neu. Schon seit Jahren wird immer wieder einmal das Thema „Gehalt statt Taschengeld“ für Menschen mit Behinderung diskutiert. Aktuell setzt sich die Lebenshilfe Vorarlberg dafür ein. Anlass ist der internationale „Tag der Inklusion“, der morgen, Samstag, begangen wird. Nur mit einer angemessenen Entlohnung sei eine sozialrechtliche Gleichstellung und damit gelebte Inklusion möglich, betonten Vertreter der Lebenshilfe bei einem Mediengespräch.

Ein Gehalt für Menschen mit Behinderung könnte sich laut Georg Matzak, Geschäftsbereichsleiter Mobile Dienste, an den Kollektivverträgen der jeweiligen Branchen orientieren. Das Beschäftigungsausmaß auf integrativen Arbeitsplätzen in Unternehmen liegt derzeit bei rund 50 Prozent, da mehr Arbeitszeit oft nicht möglich ist. Aus Sicht der Lebenshilfe gibt es aber in jeder Branche und jedem Unternehmen Tätigkeiten, die Menschen mit Behinderungen erbringen können. Finanzielle Förderungen helfen dabei, dass integrative Arbeitsplätze für Firmen nicht zur Belastung werden.

Aber auch für Betroffene braucht es Mut, den Schritt zu wagen. „Wir müssen raus aus unserer gewohnten Umgebung und mit vertrauten Personen den Schritt in eine Firma wagen. Nur dadurch können wir neue Erfahrungen machen und dazulernen“, betonte Selbstvertreter Klaus Brunner die Bereitschaft, auch Pflichten zu übernehmen.

Vermittlungen

„Jobwärts“ 40 Personen wurden 2017 für die Vermittlung auf den Arbeitsmarkt begleitet

„JobKombi“ 37 Personen arbeiten stundenweise in Unternehmen und in Lebenshilfe-Werkstätten

567 werden im Bereich „Arbeiten
& beschäftigen“ begleitet

55 Unternehmen aus 13 Branchen kooperieren im Bereich „Jobwärts“ mit der Lebenshilfe

960 Menschen mit Behinderung werden von der Lebenshilfe begleitet