Mit neuem Projekt mehr als Abfall reduzieren

Vorarlberg / 03.05.2018 • 18:21 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Aaron Oberscheider vom Umweltverband (l.), Feldkirchs Umweltstadträtin Marlene Thalhammer und ASZ-Leiter Marcel Längle.ETU
Aaron Oberscheider vom Umweltverband (l.), Feldkirchs Umweltstadträtin Marlene Thalhammer und ASZ-Leiter Marcel Längle.ETU

„Re-Use“-Aktion startete in der Montfortstadt Feldkirch.

Feldkirch So manches in Haushalten, das für viele „übrig“ erscheint, würde anderen Freude bereiten und sich damit gut fürs Wiederverwenden eignen. Stattdessen verstauben viele Gegenstände weiterhin zuhause oder sie landen schlussendlich im Abfall. Es geht offenbar auch anders: In den kommenden Wochen laden Gemeinden gemeinsam mit der Caritas in Zusammenarbeit mit Integra und Lebenshilfe Vorarlberg zu vier „Re-Use“-Sammeltagen. Im Rahmen der Aktion können funktionsfähige und saubere Haushaltsgegenstände abgegeben werden. Diese werden aufbereitet und in den Geschäften der sozialökonomischen Betriebe verkauft. Sind die Erfahrungen aus diesem Pilotprojekt des Umweltverbandes positiv, wird das landesweite Sammelnetz der Gemeinden um die Gruppe der Haushaltsgegenstände erweitert.

Neue Nutzer für Gebrauchtes

„Gebrauchte, noch funktionsfähige Gegenstände finden neue Nutzer und landen damit nicht im Abfall“, erläuterte Umweltlandesrat Johannes Rauch. Während Altkleider oder zunehmend auch funktionierende Elektrogeräte fast wie selbstverständlich gesammelt und abgegeben werden, besteht bei anderen Produktgruppen zusätzliches Potenzial. „Ob privat weitergegeben, beim Flohmarkt verkauft oder über öffentliche Sammelsysteme erfasst: Re-Use ist ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft.“ In einem Pilotprojekt des Umweltverbandes werden jetzt die Re-Use-Möglichkeiten für Haushaltsgegenstände ermittelt. Dabei laden Bludenz, Dornbirn und Feldkirch und die Gemeinden Lauterach, Kennelbach, Schwarzach und Wolfurt jeweils zu eigenen Sammeltagen in ihre Altstoffsammelzentren. Vergangenen Freitag war das Feldkircher Altstoffsammelzentrum (ASZ) die erste von vier Stationen. Gemeinsam mit der Caritas und Integra sowie Lebenshilfe werden brauchbare Dinge übernommen, aufbereitet und in den Shops der Sozialorganisationen verkauft. Was nicht Re-Use-geeignet ist, kann im ASZ oder im Werkhof  zu üblichen Konditionen entsorgt werden. Positiver Nebeneffekt: Re-Use gibt Menschen zusätzliche Chancen am Arbeitsmarkt. ETU

Tuba und Erhart beteiligten sich ebenso an Pilotprojekt
Tuba und Erhart beteiligten sich ebenso an Pilotprojekt „Re-Use“.