Handel und Verkehr im Fokus

Vorarlberg / 04.05.2018 • 18:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Standort Millenniumpark. Was wird nun statt Ikea dort angesiedelt?Stiplovsek
Standort Millenniumpark. Was wird nun statt Ikea dort angesiedelt?Stiplovsek

Neues Zeitalter bei Standortentwicklung kündigt sich an. VN laden zur Diskussion

Lustenau, Bregenz Das Thema Ikea hat über Wochen im Rheintal und darüber hinaus für Schlagzeilen gesorgt. Am geplanten Standort Lustenau bildete sich eine Bürgerinitiative, die sich gegen die mögliche Ansiedlung des schwedischen Möbelkonzerns zur Wehr setzte. Hauptargument der Bürger gegen das Projekt: der zu befürchtende Mehrverkehr rund um den Standort und auf den Zufahrten.

Ein neuer Trend?

Die Bürgerinitiative „Lebenswertes Lustenau“ sammelte über 3000 Unterschriften und brachte damit erfolgreich einen Antrag auf eine Volksabstimmung durch. Diese hätte am 27. Mai stattfinden sollen. Doch es kam letztlich alles anders. Ikea zog nicht zuletzt wegen des Protests in der Marktgemeinde sein Projekt zurück, begründete dies aber vor allem mit einer geänderten Konzernstrategie. Man wolle künftig mehr in die Zentren als auf die grünen Wiesen in der Peripherie von Kommunen setzen und dabei auf neue Verkaufs- und Vertriebsstrategien vertrauen. Kurz vor dem Aus für den Möbelmarkt in Lustenau hatte sich Ikea bereits in Memmingen von einem bereits fix geplanten Projekt zurückgezogen.

Viele Fragen

Der Ikea-Rückzug in Lustenau wirft Fragen auf: Wie steht es um die Zukunft von Handels-, aber auch Gewerbebetrieben? Wird der Abschied von grünen Wiesen als Standorte hinein in die Zentren zum Trend? Welche Entwicklungs- und Expansionsmöglichkeiten haben Handelsstandorte künftig überhaupt? Stehen uns durch Onlinehandel und neue Vertriebssysteme weichenstellende Änderungen bevor? Wie lassen sich zunehmender Verkehr und Standortentwicklungen künftig unter einen Hut bringen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des VN-Stammtisches. Es stehen in der Zukunft spannende Herausforderungen an. Fix zugesagt haben bereits Wirtschaftslandesrat Karlheinz Rüdisser und Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer. Angefragt sind ein Vertreter der Bürgerinitiative „Lebenswertes Lustenau“ sowie ein unabhängiger Experte für Standortentwicklung. VN-HK