Mit viel Engagement zum eigenen Marktstand

04.05.2018 • 16:43 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Voller Stolz verkaufte die Klasse G4a der Landesberufsschule Lochau für Tourismusberufe die von ihr hergestellten Produkte am eigenen Marktstand. VN/Paulitsch
Voller Stolz verkaufte die Klasse G4a der Landesberufsschule Lochau für Tourismusberufe die von ihr hergestellten Produkte am eigenen Marktstand. VN/Paulitsch

Berufsschüler verkaufen ihre selbst produzierten Waren.

Wolfurt Zu den üblichen Marktständen am Wolfurter Wochenmarkt hat sich gestern, Freitag, ein neuer dazugesellt, nämlich jener der Klasse G4a der Landesberufsschule Lochau für Tourismusberufe. Die jungen Leute verkauften dort ihre selbst gemachten Produkte. Doch bis es so weit war, hatten sie in den vergangenen acht Wochen einiges zu tun, wie Frischkäse herzustellen, aus Schweinefleisch Schinken zu räuchern und aus 25 Kilogramm Maische knapp zwei Liter Kriacherledelbrand zu brennen. Doch wozu dieser Aktionismus? „Im Abschlusslehrgang sollten wir ein Projekt auf die Beine stellen. Und da fiel uns spontan ein, an einem Marktstand selbst hergestellte Produkte zu verkaufen“, erzählt Sandro Elias Scheibenstock. Dieser Einfall hat den sieben Schülern während des Blockunterrichtes einiges an Hirnschmalz abverlangt. Unterstützt wurden sie von ihren Lehrern Fabian Marte und Thomas Heiser. Schnell stand fest, dass es der Wolfurter Wochenmarkt werden sollte. „Der Markt in Wolfurt ist gut besucht, er liegt in der Nähe und die Gemeinde kam uns entgegen“, erklärt der 21-Jährige die Standortwahl. Parallel dazu suchten sie nach einem Namen für ihr „Baby“. Dieser sollte die Regionalität, Fairness und Kreativität widerspiegeln. Beim Brainstorming einigten sie sich auf „Ghörig’s Hiesig’s“. Für ihre Lebensmittel hat sich die Klasse Produzenten gesucht, die mit ihnen gemeinsam die Waren herstellten. „Wir haben uns gefreut, dass unser Projekt so positiv aufgenommen wurde“, schildert der Schrunser stellvertretend für seine Klassenkameraden.

Viel Aufwand

Neben der Regionalität hatte die Gruppe einen weiteren Anspruch an die Herstellung. Die Grundprodukte mussten verarbeitet werden, es durfte nichts weggeworfen werden. Interessant war auch, wie Produkte entstehen. „Ich war überrascht, wie viel Aufwand dahintersteckt. So war der Sauerteig arbeitsintensiver als angenommen“, führt Scheibenstock mit einem Schmunzeln aus. Und gestern war es endlich so weit. Am Marktstand herrschte reges Treiben. Die Marktbesucher nahmen die dargebotenen Waren an. Mit dem Kauf unterstützen sie auch die VN-Sozialaktion „Ma hilft“, denn die Berufsschüler hatten sich entschieden, den gesamten Gewinn zu spenden.  VN-PAG