Vorarlberger Zöllner werden immer älter

04.05.2018 • 16:10 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Dem EU-Außenzollamt Feldkirch/Wolfurt fehlen Ressourcen.

Wien, Schwarzach Eine Anfrage der Neos zur Personalentwicklung an den neun österreichischen Zollämtern hat für die Vorarlberger Dienststelle Feldkirch/Wolfurt einige interessante Fakten zutage gefördert. Die auffälligste Tatsache: 68,75 der statistisch errechneten 163,28 Vollzeitstellen sind in Wolfurt/Feldkirch mit Personen besetzt, die zwischen 51 und 60 Jahre alt sind. 17,80 Personen sind gar 60 Jahre alt bzw. älter. Zum Vergleich: Im Jahre 2008 waren das nur zwei Mitarbeiter.

Besondere Bedeutung

Dass dem Vorarlberger Zollamt besondere Bedeutung zukommt, erklärt sich allein schon aus seiner Lage. Neben dem Zollamt Eisenstadt/Flughafen Wien ist Feldkirch/Wolfurt die einzige Dienststelle an einer EU-Außengrenze. Als solche sei sie vor allem im Vergleich mit den anderen Zollstellen unterbesetzt. Das meinen nicht nur Zollmitarbeiter hinter vogehaltener Hand, sondern auch Experten aus verschiedensten Bereichen.

Dabei sind es in Vorarlberg nicht nur die Abfertigungen für den grenzüberschreitenden Schwerverkehr an der Grenze selber beziehungsweise am Zollamt in Wolfurt, die personalintensiv sind. Es sind auch die vielen Tausenden Konsumenten aus der Schweiz und Liechtenstein, die vor allem an Wochenenden über die Grenze strömen und mit der Einholung der Stempel für die Rückforderung der Mehrwertsteuer Personal binden.

Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, dass das für Überstunden verwendete Budget trotz personellen Niedrigstandes zurückgeht. Gab es im Jahre 2012 für Feldkirch/Wolfurt noch 501.663 Euro für Überstunden, so waren es 2017 nur noch 445.944 Euro.  Und das obwohl der Personalstand im Vergleichszeitraum von 175,93 (2012) auf 163,28 (2017) zurückging.

Verkehrspersonal

Immer noch keine zufriedenstellende Lösung gibt es am Zollamt Lustenau/Au auch bezüglich der Abwicklung des Verkehrs in den Stoßzeiten. Dafür würde vor allem auch geschultes Personal gebraucht, das der Bund finanzieren sollte.

Lösungen werden zwar immer wieder angedacht und in Aussicht gestellt – passiert ist bisher wenig. Da halfen auch Forderungen von Land und Gemeinde nichts. VN-HK