Gesunde Vielfalt und Einsatz fürs Tierwohl

07.05.2018 • 17:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Drei von 23 Tierschutzpreisgewinnern 2017: Schweineparadies Flötzerhof der Familie Hörfarter, Metzler Molkeprodukte, Egg, Biohof „Mähh und summ“ von Anton Märk, Hohenems.
Drei von 23 Tierschutzpreisgewinnern 2017: Schweineparadies Flötzerhof der Familie Hörfarter, Metzler Molkeprodukte, Egg, Biohof „Mähh und summ“ von Anton Märk, Hohenems.

Glückliche Schweine, Ziegen, Schafe und Kleintiere für regionale Lebensmittelvielfalt.

SCHWARZACH Nach dem Motto „Vielfalt statt Einfalt“ setzen sich Natur-, Umwelt-, Klima- und auch Tierschutz im Einklang mit Naturkreisläufen in Vorarlberg immer mehr im Bewusstsein der Bevölkerung und regionalen Lebensmittelproduzenten fest. Eine breite Öffentlichkeit denkt wieder darüber nach, was in die Nahrungskette, an deren Ende der Mensch steht, hineingehört und was nicht. Die Verbraucher wachen auf und wollen weder Pestizide auf den Feldern und im Grundwasser noch leidvolle Massentierhaltung mit Hormonen und Antibiotika. Immer mehr bäuerliche Familien und Betriebe setzen daher auf gesamtheitliches Leben und Wirtschaften im Einklang mit der Natur, also auf altes Wissen kombiniert mit technischem Fortschritt und sauberer sowie erneuerbarer Energiegewinnung. Das beginnt mit der Bodenkultur und wirkt im Kreislauf mit Mikroorganismen, Würmern und Insekten, Baumkultur, intakten Blühwiesen, den Bienen, einer Vielfalt an Kleintieren bis hin zu den Rindern. Bauern- und Kräutergärten lassen essbare Landschaften entstehen. Man besinnt sich wieder auf alte, robuste Sorten und Arten. Der Selbstversorgungsgrad steigt. Produzenten, Veredler, Gastronomie und Tourismus arbeiten eng zusammen. Viele sinnvolle Initiativen bringen diese Bewegung voran.

Leuchtturmbeispiele für diese natürlich-gesunde Denk-, Lebens- und Arbeitsweise sind unsere zahlreichen Vorarlberger Tierschutzpreisträger. 23 solche Vorbilder wurden im vergangenen Jahr für ihr Engagement geehrt. Auch heuer werden wieder Tierschutzpreise in den Kategorien „Ehrenamt“ und „Beruflicher Umgang“ vergeben, und alle Vorarlberger Tierfreunde können sich noch bis 30. Mai bei der Tierschutzombudsstelle in Bregenz anmelden. 2017 wurde u.v.a. auch das Schweineparadies Flötzerhof der Familie Hörfarter ausgezeichnet, wo nicht nur die glücklichen Duroc-Ferkel herumtollen, sondern sich auch die Ziegenherde rundum wohlfühlt. Die vorbildliche Tierhaltung und die gesunden Produkte der Familie Ingo Metzler in Egg sind längst legendär, und Anton Märk aus Hohenems praktiziert auf seinem Biohof „Mähh und summ“ ganz selbstverständlich biologische Wirtschaftsweise im Naturkreislauf. VD

tierschutzombudsmann@vorarlberg.at; Anmeldeformular: http://VN.AT/suemJS