Vom einen und anderen

07.05.2018 • 16:23 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Elfriede Schedler ist Notfallsanitäterin und RK-Jugendleiterin.

hohenems Entweder Krankenschwester oder „das da“. Schließlich ist es „das da“ geworden, weil gerade eine Stelle frei war. Elfriede Schedler hat die Chance genützt und sich mit einer Anstellung beim Roten Kreuz einen lang gehegten Traum erfüllt. Seit 17 Jahren schon engagiert sich die Alberschwenderin bei der Rettungsorganisation. Zuerst ehrenamtlich, dann hauptberuflich als Notfallsanitäterin. Inzwischen leitet Schedler auch die Geschicke der Rotkreuz-Jugend im Land. Dem Nachwuchs eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten und ihm die Ersthilfe spielerisch zu vermitteln nennt sie als vorrangiges Anliegen. „Wenn aber ein paar Sanitäter von morgen dabei sind, ist das auch recht“, meint sie.

Die einzige Frau im Team

Im Sozialbereich hat sich Elfriede Schedler beruflich stets wohlgefühlt. „Ich war auch immer gerne beim Roten Kreuz“, erzählt sie. Dabei gab es absolut keine familiäre Vorbelastung. Dafür jedoch zeitigte ihr Engagement Nachhaltigkeit. Denn auch ihr Bruder und ihre Schwester begeisterten sich später für die Arbeit in der Blaulichtorganisation.

Zuerst war Elfriede Schedler bei der Rotkreuz-Stelle in Bregenz tätig. Dort leistete sie zwischen 800 und 1000 Einsätze pro Jahr. Seit dreieinhalb Jahren ist die Rotkreuz-Stelle in Hohenems ihr Stützpunkt. Hier kommt sie auf 500 bis 700 Ausrückungen jährlich. Sie ist die einzige Frau im fünf Personen umfassenden Mitarbeiterstab. Aber sie hat sich schnell etabliert. Die neue Aufgabe als Landes-Jugendreferentin macht ihr ebenfalls großen Spaß. Und das nicht erst, seit sie Petra Gebhard in dieser Funktion beerbte. „Vor acht Jahren habe ich bei der Ortsstelle Alberschwende als Gruppenbetreuerin begonnen und dann in weiterer Folge das für mich sehr erfüllende Amt der Kinder- und Jugendgruppenleiterin in der Gemeinde übernommen“, erinnert sich Elfriede Schedler gerne an die Anfänge.

Ihre Ziele beschreibt sie so: „Ich möchte den Jugendlichen mehr landesweite Aktivitäten bieten, wie etwa ein gemeinsames Hüttenwochenende und vielleicht in naher Zukunft auch wieder einmal ein Landesjugendlager.“ Außerdem gelte es, die Vernetzung unter den einzelnen Dienststellen zu verstärken und den Kinder- und Jugendbetreuern mehr Möglichkeiten für die Aus- und Fortbildung zu bieten. Nachwuchs zu finden ist laut Schedler für die einen Dienststellen schwieriger, für andere leichter. Das größere Problem sei, die jungen Leute zu halten. Das gelingt vielfach nicht mehr. Zwar können Kinder bereits ab acht Jahren dem Roten Kreuz beitreten. „Manche Dienststellen haben trotzdem schon seit Längerem keine Kinder- oder Jugendgruppen mehr“, bedauert Schedler. Es fehle an Interesse, aber auch an Betreuern. „Wir sind überall im Land auf der Suche nach Helfern“, macht sie Werbung in eigener Sache. Derzeit gibt es 14 Gruppen mit 200 Kindern und Jugendlichen und 50 Betreuer.   

Mit jungen Menschen zu arbeiten ist das eine, Einsätze zu fahren das andere. Je nachdem können solche Ausrückungen noch lange nachklingen. Die Türe der Rotkreuz-Stelle zuzumachen und an nichts mehr zu denken, gelingt nicht immer. „In solchen Situationen ist der Austausch im Team eine wichtige Unterstützung“, sagt Elfriede Schedler. Aber auch die Natur gibt ihr Kraft, in der Rotkreuzuniform souverän zu bestehen. VN-MM

„Wenn ein paar Sanitäter von morgen dabei sind, ist das natürlich auch recht.“

Zur Person

Elfriede Schedler

liebt ihre vielfältigen Aufgaben beim Roten Kreuz Vorarlberg und hat den Beitritt noch keine Sekunde bereut

Geboren 17. Jänner 1986 in Bregenz

Ausbildung Notfallsanitäterin

Wohnort Alberschwende

Hobbys Skifahren, der Aufenthalt in der Natur

  Rotes kreuz