Porschefahrer bremste Lkw aus

09.05.2018 • 20:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Feldkirch Vor knapp einem Jahr war ein Lkw des Landesstraßenbauamts mit Aushubmaterial nach Riefensberg unterwegs. Der Strecke und Beladung entsprechend fuhr der Berufskraftfahrer vorschriftsgemäß langsam, sehr zum Ärger eines Porschefahrers. Der unbescholtene Angestellte konnte mit seinem Sportwagen nicht überholen und kochte. „Für eine Strecke, für die ich sonst fünf Minuten brauche, benötigte ich eine halbe Stunde“, erinnert sich der Angeklagte vor Gericht. Schlussendlich stieg er aufs Gas, überholte, scherte knapp vor dem Lkw ein und nötigte den Lenker zum Stehenbleiben. Mit der Faust und angeblich irgendeinem Gegenstand schlug er gegen die Türe. „Ich habe ihn angeschrien, völlig überreagiert, es tut mir leid“, räumt der Mann heute ein. Richter Michael Fruhmann ist mit Thomas Raneburgers Vorschlag einer Diversion einverstanden. Die Buße findet der Richter mit 600 Euro plus 150 Euro Verfahrenskosten für angemessen. Den 600-Euro-Schaden ist der Lenker bereit gutzumachen. Doch der Leiter der Anklagebehörde sagt: „Angesichts dieses Verhaltens nein, außer die Buße wird mit 2500 Euro festgesetzt.“ Damit ist der Richter nicht einverstanden und beschließt die Buße wie vorgeschlagen. Wehrt sich die Staatsanwaltschaft über das Oberlandesgericht gegen die Sanktion und das Obergericht will ebenso eine höhere Strafe, muss das Verfahren fortgesetzt werden. EC