Nachwuchssorgen bei den mobilen Hilfsdiensten

11.05.2018 • 18:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bregenz Die mobilen Hilfsdienste (Mohi) im Land haben Nachwuchssorgen. Derzeit seien über fünfzig Prozent der Mohi-Helferinnen über 55 Jahre alt, teilte die Arbeitsgemeinschaft nach deren Generalversammlung in Hard in einer Aussendung mit. Rund zwei Drittel der Helferinnen und Helfer würden über einen Vermittlungsvertrag verfügen, 32 Prozent über einen freien Dienstvertrag. Erst vier Prozent der Helferinnen und Helfer seien in einem Anstellungsverhältnis. Dies wäre nach Ansicht der Mohi-Verantwortlichen allerdings eine wichtige Voraussetzung, um auch jüngere Frauen für diese Tätigkeit zu gewinnen.

Im Jahr 2017 leisteten 2102 Mitarbeiter insgesamt 603.724 Einsatzstunden. Hochgerechnet entspreche dies einer Wertschöpfung von über 7,5 Mio Euro, hieß es weiter. 4615 Personen wurden im eigenen Heim unterstützt. 

Darüber hinaus bietet die Mohi Dienste wie Tagesbetreuung, betreute Mittagstische und Essen auf Rädern. In den Tageseinrichtungen wurden 483 Gäste rund 63.000 Stunden betreut.

Breite Palette

Die mobilen Hilfsdienste unterstützen Menschen, damit diese so lange wie möglich daheim in vertrautem Umfeld leben können. Die Hilfen werden den persönlichen Bedürfnissen der Klienten angepasst. Die Leistungen reichen von Vorlesen, Begleiten, Fahrdiensten bis zum Einkaufen, der Zubereitung kleiner Mahlzeiten oder Wäschepflege. „Pflegende Angehörige werden dadurch entlastet, viele fragen übrigens vermehrt nach einer intensiveren Stundenbetreuung“, teilte Obfrau Kitty Hertnagel mit.

Bei der Generalversammlung wurden auch noch langjährige Mitarbeiter gefeiert. Die Arge-Mohi-Mitbegründer und Vorstandsmitglieder Horst Ihle (Altobmann KPV Außermontafon) und Wolfgang Breuss (Mohi Feldkirch) wurden für zwanzig Jahre treue und ehrenamtliche Tätigkeit geehrt.

„Viele fragen übrigens vermehrt nach einer intensiveren Stundenbetreuung.“