Mehr Wertschätzung für die Pflege

13.05.2018 • 17:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Pflegewesen benötigt mehr Personal und Ausbildungsplätze.

Götzis Unter dem Titel „Pflege – steh(t) auf!“ präsentierte sich eine private Initiative anlässlich des Tages der Pflege am 12. Mai in Götzis mit dem Ziel, Pflegende zu motivieren, selbst für ihre Anliegen und Bedürfnisse einzustehen.

Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker und Gesundheitslandesrat Christian Bernhard begrüßten diese Initiative. Sie trage zur Information über eine wichtige Berufsgruppe bei, fördere den Austausch der einzelnen Pflegeberufe untereinander und könne junge Menschen zum Einstieg in den Pflegeberuf motivieren. Beide Regierungsmitglieder unterstreichen die Bedeutung der Zusammenarbeit ihrer Ressorts in Sachen Pflege, da sich dieses Berufsfeld massiv in Richtung Professionalisierung und Spezialisierung entwickelt. Daraus und aus der demografischen Entwicklung mit einer stark steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen resultieren die wesentlichen Herausforderungen. Um diese zu bewältigen, braucht es nicht nur mehr Pflegepersonal und zusätzliche hoch qualifizierte Ausbildungsplätze, sondern auch ein Bündel an Maßnahmen, um den Beruf attraktiver zu machen.

Ausbildung und Rekrutierung

In diesem Sinne hat das Land Vorarlberg bereits eine Reihe von Maßnahmen in die Wege geleitet. Die Zahl der Ausbildungsplätze wird erhöht, berufsbegleitende Angebote werden fortgeführt bzw. ausgebaut. Auch neue schulische Modelle werden ausgelotet, etwa die Kombination der Pflegeausbildung mit berufsbildenden höheren Schulen sowie Formen der Pflegelehre. Eine Chance sieht Katharina Wiesflecker im neuen Berufsbild der Pflegefachassistenz. „Gut ausgebildete Führungskräfte fördern die Zufriedenheit der Mitarbeitenden. Das wirkt der Personalfluktuation entgegen“, erläutert die Landesrätin. Ein Schwerpunktthema ist die Personalrekrutierung für die Langzeitpflege. Darüber hinaus wird in Projekte wie die „Ambulante gerontopsychiatrische Pflege“ und die „Geriatrische Remobilisation im Pflegeheim“ investiert. Wiesflecker hebt hervor, dass neben dem Fachwissen auch die menschlichen Qualitäten des Betreuungspersonals zählen: „Wer persönliche Erfahrungen mit Mitarbeitenden in der ambulanten wie in der stationären Betreuung und Pflege in Vorarlberg gemacht hat, bestätigt durchwegs, dass die Vorarlberger Pflegelandschaft durch hohe Emotionalität und Fachlichkeit geprägt ist.“ Diese Qualität gelte es zu bewahren.