Mehr Selbstbestimmung

14.05.2018 • 17:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Richard Forster, Sprecher der Vorarlberger Notare.

Richard Forster, Sprecher der Vorarlberger Notare.

VN-Telefonaktion zum neuen Erwachsenenschutz-Gesetz.

Schwarzach Es kann jeden treffen und das in jedem Alter: Der Verlust an Selbstbestimmung und das damit verbundene Angewiesensein auf Andere. Mit 1. Juli 2018 tritt das Erwachsenenschutz-Gesetz in Kraft. Es löst das Sachwalterrecht ab und refomiert dieses grundlegend. Denn in Zukunft sollen nicht alle (erwachsenen) Menschen, die Hilfe brauchen, automatisch einen Sachwalter bekommen. „Es tritt ein völliger Paradigmenwechsel ein. Autonomie, Selbstbestimmung und Entscheidungshilfe für die Betroffenen werden in den Mittelpunkt gestellt“, erklärt Richard Forster, Sprecher der Vorarlberger Notare.

Konkret wird das bisherige 3-Säulen-Modell (Vorsorgevollmacht, Angehörigenvertretung, Sachwalterschaft) von einem 4-Säulen-Modell (Vorsorgevollmacht, Gewählte/Gesetzliche/Gerichtliche Erwachsenenvertretung) abgelöst. Die Vertretung einer Person im Rechtsverkehr soll nur mehr dann erfolgen, wenn sie dies selbst vorsieht oder es zur Wahrung ihrer Interessen und Rechte unumgänglich ist. Der Eingriff soll dann so gering wie möglich sein.

Notar Richard Forster wird am Freitag, 18. Mai, von 14 bis 15.30 Uhr zusammen mit Martin Schüss­ling den VN-Lesern alle Fragen rund um das Thema beantworten.

Notariatskandidat Martin Schüssling. VN/Hartinger, Bertolini
Notariatskandidat Martin Schüssling. VN/Hartinger, Bertolini

VN-Telefonaktion mit Notar Richard Forster und Notariatskandidat Martin Schüssling: 18. Mai, 14.00 bis 15.30 Uhr (05572/94 94 00).