„Natürlich essen“ ist Lebensqualität

14.05.2018 • 16:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Auf frische und vollwertige Grundnahrungsmittel setzen.

Dornbirn Ernährungstrends gibt es viele. Angefangen von vegetarisch über vegan und flexitarisch bis hin zu Superfood. In letzter Zeit lässt sich ein neuer Trend in der Ernährung feststellen. Der zum „Clean Eating“, also zum sauberen, reinen Essen. „Das ist eigentlich nichts Neues. Es wurde lediglich der Begriff modernisiert. Hier geht es um die Rückkehr zur Ursprünglichkeit, zur Natur, zu den Wurzeln unserer Ernährung“, umreißt die klinische Diätologin Erna Maylandt den neuen Ernährungstrend.

Essen gehört zu den wichtigsten menschlichen Grundbedürfnissen. Es soll nicht nur gut schmecken und glücklich machen, es soll auch gesund sein. Für viele Menschen ist der Wunsch nach einem bewussteren Leben mit einem Ernährungswandel verbunden. Und jeder, der auf Essen setzt, das frei von künstlichen Zusätzen, Konservierungsmitteln und Farb- und Aromastoffen ist, wird mit dem Trend „Clean Eating“ konform sein. Auf den Tisch kommen dabei Lebensmittel, die naturbelassen, frisch und gesund sind, aus der Region stammen sowie saisonal angeboten werden. „Sie enthalten lebensnotwendige und gesundheitsfördernde Nährstoffe, die in stark verarbeiteten Produkten leider nicht mehr oder nur in geringen Mengen enthalten sind“, schildert Maylandt.

„Ich schaue in einer gestressten Welt auf mich“ – das ist das Motto, unter dem die Konsumenten nach Produkten suchen, die Qualität garantieren, aus regionalem Anbau stammen und den Jahreszeiten entsprechen. Kurzum: Regionalität und Saisonalität sind gefragt. „Dies ist ein Ernährungstrend, den ich sehr begrüße und in meiner Beratungstätigkeit als Grundlage für eine präventive und gesundheitsfördernde Ernährung zum Einsatz bringe“, erklärt die Diätologin. Außerdem hat die Zubereitung regionaler Produkte auch einen positiven Umweltaspekt: Die langen Transportwege fallen weg.

Erkennen, was guttut

Diese Ernährungsweise nach den Prinzipien des „Clean Eatings“ ist für jeden geeignet und gerade in unserer Region leicht umsetzbar. „Es braucht wieder mehr Bewusstsein und Kenntnis über die Entstehung und den Wert der Lebensmittel. Wir müssen erkennen, was unserem Körper guttut, und wir müssen wieder lernen, unserem Bauchgefühl zu vertrauen. Dann wird die Ernährung wieder zu Lebensqualität und nicht zu Verzicht“, fasst Maylandt zusammen. VN-PAG

„Dieser Trend bildet eine präventive und gesundheitsfördernde Grundlage.“

Für das „Clean Eating“ bietet sich ein Besuch auf dem Wochenmarkt an. Zahlreiche frische Produkte aus der Region laden zu gesundem Kochen ein. VN/Paulitsch
Für das „Clean Eating“ bietet sich ein Besuch auf dem Wochenmarkt an. Zahlreiche frische Produkte aus der Region laden zu gesundem Kochen ein. VN/Paulitsch

VN-Tipp

Einfach einen Wochenmarkt besuchen und sich umsehen, was heimische Produzenten anbieten. Und ein Rezept nach Großmutterart kochen.

Lesen Sie am Donnerstag,
17. Mai, den zweiten Teil:
Gesunde und regionale Küche