Generationenwechsel in der Krumbacher Chefetage

15.05.2018 • 18:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Arnold Hirschbühl verabschiedet sich nach 23 Jahren in den Ruhestand.
Arnold Hirschbühl verabschiedet sich nach 23 Jahren in den Ruhestand.

Arnold Hirschbühl tritt zurück, Nachfolger wird am Freitag gewählt.

Krumbach Geplant war es schon länger, nun ist es offiziell: Arnold Hirschbühl (63) hat in der Gemeindevertretungssitzung am Montag seinen Rücktritt als Bürgermeister von Krumbach bekannt gegeben. Und das aus drei wesentlichen Gründen, wie er im VN-Gespräch erläutert. „Erstens hat man nach 23 Jahren nicht mehr den Elan und das sollte man selber merken und nicht die anderen“, führt er aus. Zweitens habe er einen tollen Nachfolger. Drittens sei es ein idealer Übergabezeitpunkt. „Zahlreiche Projekte sind sauber abgeschlossen und andere Herausforderungen stehen an.“ Arnold Hirschbühl war seit 1990 im Gemeindevorstand und seit 1995 Bürgermeister.

Designierter Nachfolger des 63-Jährigen ist Egmont Schwärzler. Der 28-Jährige wurde von der Bürgerliste vorgeschlagen und soll am Freitagabend von der Gemeindevertretung in das Amt gewählt werden. Neu besetzt werden muss auch der Posten von Rainer Sutter. Der Jahrgänger von Hirschbühl hat sein Mandat als Gemeindevorstandsmitglied ebenfalls am Montag zurückgelegt; in der Gemeindevertretung will er weiterhin aktiv bleiben. Arnold Hirschbühl ist von allen politischen Ämtern zurückgetreten. „Ich bin sehr dankbar, dass ich gesund aufhören kann und sehr guten Mutes, dass es sehr gut weitergeht“, ergänzt er. Bedenken, dass es ihm im Ruhestand langweilig wird, hat er ebenfalls nicht. „Ich bin Groß- und Kleinknecht in der Landwirtschaft meines Sohnes“, berichtet der Langzeit-Gemeindechef und lacht. Außerdem freue er sich darauf, mehr Zeit für seine Hobbys zu haben, die in den letzten Jahren zu kurz gekommen sind („nicht weil die Arbeit mehr geworden ist, sondern die Leistungsfähigkeit nachgelassen hat“). Eines dieser Steckenpferde ist der Verein Kultur Krumbach, dem er weiterhin als Obmann treu bleiben möchte. Der Verein hat im Jahr 2013 das Projekt BUS:STOP initiiert. Die Buswartehäuschen, die von sieben Architekten aus aller Welt entworfen wurden, haben die Gemeinde bis weit über die Grenzen hinaus bekannt gemacht. VN-ger

Krumbach in Zahlen

Einwohner 1050

Gemeindefläche 8,71 km²

Seehöhe 730 m

Betriebe ca. 30

Nachbargemeinden Sulzberg, Riefensberg, Hittisau, Langenegg und Doren. 

Pro-Kopf-Verschuldung (2016) 2167 Euro (ohne GIG, Leasing), 2186 (gesamt)