Tiertransporte sorgen weiter für Wirbel

16.05.2018 • 18:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bregenz Die Vorwürfe wiegen schwer. Vorarlbergs Amtstierarzt Erik Schmid kritisierte am Dienstag die Behörden scharf. Auf einer Pressekonferenz zusammen mit Tierschutzaktivist Dieter Stein­acher (Friends of Nüziders) ließ er durchblicken, dass es nach wie vor Langstreckentransporte von lebenden Tieren gäbe, welche die EU-Mindestanforderungen nicht erfüllen würden. Allerdings genehmigten Vorarlberger Behörden solche Transporte. Die VN berichteten darüber. Nun hat sich auch die SPÖ gemeldet. Sie fordert, dass diese Vorwürfe geprüft werden. „Es ist bedrückend, in welcher Regelmäßigkeit es in Vorarlberg Übertritte im Tierschutz gibt. Wenn die Behörden hier tatsächlich wider besseres Wissens Genehmigungen erteilt haben, ist Feuer am Dach“, erklärt SPÖ-Tierschutzsprecherin Gabi Sprickler-Falschlunger. Sie fordert den zuständigen Landesrat Christian Gantner (ÖVP) auf, im kommenden Landwirtschaftsausschuss detailliert darüber zu berichten.

Die FPÖ hat sich mit einer parlamentarischen Anfrage an Gantner gewandt, bezieht sich darin aber vor allem auf Erik Schmid. Tierschutzsprecherin Nicole Hosp möchte von Gantner wissen, ob solche Auftritte mit dem Land als Dienstgeber abgesprochen seien, wie Gantner die medialen Auftritte und die Kritik bewerte, ob Schmid einer Nebenbeschäftigung nachgehe und ob das Land diese Vorwürfe geprüft habe. Am Mittwoch stellte Hosp klar: „In der Anfrage geht es darum, dass die Fakten auf den Tisch kommen. Schließlich ist der Systemkritiker Schmid als Amtstierarzt Teil des Systems und hätte somit handeln müssen.“