Attacke mit dem Skischuh

17.05.2018 • 20:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Feldkirch Der 27-jährige Belgier ist Ingenieur und wohnt in Antwerpen. Den Jänner nutzte der junge Mann gemeinsam mit ein paar Kollegen für einen Skiurlaub im Montafon. Und da der Skispaß für die meisten Urlauber nicht mit der letzten Abfahrt endet, suchte die belgische Gruppe eine Pizzeria auf. Man aß und trank und machte sich dann auf den Weg. Alle hatten reichlich getrunken, so auch eine Gruppe junger Deutscher. Kurz vor 23 Uhr gab es Streit, angeblich schlug einer der Deutschen einem der Belgier zuerst eine blutige Nase, danach setzte die belgische Gegenwehr ein. Einer der Gegner kam zu Fall. Die Attacken gingen weiter, auch mit einem Skischuh.

Rippe gebrochen

Durch den wuchtigen Tritt des Belgiers mit dem Skischuh brach die sechste Rippe des Opfers, weiters erlitt es Prellungen am Kopf und im Brustbereich. Doch der Deutsche macht beim Prozess am Landesgericht Feldkirch keine Ansprüche geltend. „Ich war zur falschen Zeit am falschen Ort“, meint der damals Verletzte locker. „Mir reicht es, wenn sich der Belgier bei mir entschuldigt“, so der junge Mann. Der Belgier reicht ihm die Hand, dann wird aus dem Händeschütteln sogar noch eine herzliche Umarmung.

Diversion

„Die anderen Belgier, von denen nicht fix ist, ob nicht sie für die Verletzung verantwortlich sind, haben bereits einen Bußgeldbetrag bezahlt“, erreicht Verteidigerin Andrea Concin, dass auch bei ihrem Mandanten eine Diversion durchgeführt wird. Die schwere Körperverletzung wird mit 600 Euro Buße erledigt. Der Vorteil – er ist nicht vorbestraft. EC