Bludenzer ÖVP auf der Suche

Vorarlberg / 01.06.2018 • 18:48 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ritsch machte sich mit Hochdruck an die Reinigung. Kunstexperte Sagmeister warnt: Nicht mit dem Kärcher!
Ritsch machte sich mit Hochdruck an die Reinigung. Kunstexperte Sagmeister warnt: Nicht mit dem Kärcher!

Rückkehrer Die Bludenzer VP befindet sich zwei Jahre vor der Kommunalwahl schon voll im Wettkampfmodus. Nicht nur, dass sich der geschäftsführende Stadtparteiobmann Christoph Thoma (44) bei jeder Gelegenheit Scharmützel mit dem SP-Stadtchef Mario Leiter (53) liefert. Überdies feilen die Schwarzen hinter den Kulissen bereits fleißig an der Neuausrichtung nach der Ära von Bürgermeister Mandi Katzenmayer (67), was offensichtlich schwierig ist. So geistern immer wieder Namen von möglichen Kandidaten durch die Alpenstadt, die den prognostizierten SP-Wahlsieg verhindern sollen. Das Problem: Wird Katzenmayer noch in dieser Legislaturperiode ausgetauscht, um seinem Nachfolger oder der Nachfolgerin den Bürgermeisterbonus sichern zu können, muss der- oder diejenige aus den Reihen jener kommen, die schon 2015 auf der VP-Liste waren. Nachdem sich aus dem Kreis bislang kein Kandidat als Lichtgestalt aufgedrängt hat, werden die internen Überlegungen immer kurioser. Jüngstes Beispiel: der mehrfach als Nachfolger gehandelte Stadtrat Hans Bandl (54), Geschäftsführer der Muttersbergseilbahn, soll nach anfänglicher Ablehnung derzeit tatsächlich am Bürgermeisteramt interessiert sein, zumindest bis zur nächsten Wahl, denn aufgrund der Dominanz von Mario Leiter scheinen selbst die eingefleischtesten ÖVP-ler von einem roten Wahlsieg auszugehen. Dem Vernehmen nach soll sich Bandl schon erkundigt haben, ob er nach einer zweijährigen Amtszeit notfalls wieder auf den Muttersberg zurückkehren kann.

ORF-Unmut Viel Unmut gab es bei aktuellen und ehemaligen ORF-Mitarbeitern wegen Landesdirektor Markus Klement (43). Klement hatte zur großen live übertragenen Jubiläumsshow 30 Jahre Vorarlberg-heute viele Prominente eingeladen, aber langjährige Säulen der Sendung nicht. So „vergaß“ Klement auf verdiente Redakteure wie Elke Joham (50), Franz-Michel Hinteregger (58) und Thomas König (54), aber auch auf Vorarlberg-heute-Persönlichkeiten der ersten Stunde, wie Kameramann Gabriel Rüf (71) und Regisseur Erich Lerch (68). Ihm sei es lieber gewesen, die Landesprominenz bei der 200.000 Euro teuren Show um sich zu versammeln, als mit den eigenen Leuten zu feiern, wird ihm vorgeworfen.

 

Saubermachen Der Bregenzer SP-Chef Michael Ritsch (49) hat sich wohl entschlossen, die Skulptur von Herbert Albrecht zu reinigen. Er veröffentlichte jedenfalls ein solches Video, was Kunsthaus-Kurator Rudolf Sagmeister (61) auf den Plan rief: „Grundsätzlich gut, aber bitte nicht mit einem Hochdruckstrahler auf ein Kunstwerk losgehen, und nicht auch noch die Rudolf-Wacker-Gemälde kärchern oder mit der Wurzelbürste reinigen: lieber die veralgten Seestufen.“

„Wir haben mehrere Kinderkrankheiten gleichzeitig, Mumps, Scharlach, Masern.“Wolfgang Zinggl, neuer geschäftsführender Klubobmann der Liste Pilz,  zeigt sich selbstkritisch.

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„Mir ist die Unterbringung der Polizei wichtiger als die Unterbringung von Pferden.“Wiens neuer Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) über die vom Innenminister geplante berittene Polizei.

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„Hunde mit Migrationshintergrund nehmen unseren Tieren den Platz in den Tierheimen weg.“Gottfried Waldhäusl, FPÖ-Landesrat aus Niederösterreich, macht sich um die heimischen Tiere Sorgen.

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