Altacher ziehen erneut positive Bilanz

Vorarlberg / 04.06.2018 • 17:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
„Frage eines gerechten Finanzausgleichs bleibt ungelöst“: Gemeindechef Brändle. VN

Gemeindeväter beschlossen mehrheitlich einen positiven Rechnungsabschluss für das Vorjahr.

altach Bei der jüngsten Gemeindesitzung stand in Altach der Rechnungsabschluss 2017 mit Einnahmen von 18,2 Millionen Euro und Ausgaben von 17,4 Millionen Euro zur Debatte. Der Abschluss wurde mit zwei Gegenstimmen mehrheitlich beschlossen.

Rücklagen erhöht, Schulden getilgt

Das Wirtschaftsjahr in Altach konnte somit positiv abgeschlossen werden und zeigt am Ende einen Gebarungsüberschuss von rund 815.000 Euro. Damit wurde auch das veranschlagte Budget von 16,8 Millionen Euro deutlich übertroffen und die Gemeinde konnte erfreulicherweise ihre Rücklagen auf 1,4 Millionen Euro erhöhen. Auch der Schuldenstand konnte in der Kummenberggemeinde erneut gesenkt werden und liegt Ende 2017 bei rund 12,9 Millionen Euro, also 1,476 Millionen unter dem zum  Jahresbeginn ausgewiesenen Stand. Der Rechnungsabschluss weist aber auch wichtige Investitionen in die Zukunft auf.

So sind auf der Ausgabenseite als große Brocken vor allem der Bau der Urnenwand beim Ortsfriedhof (500.000 Euro) sowie die Errichtung eines Ärztehauses (312.000 Euro) und der Neubau beziehungsweise die Instandhaltung von Gemeindestraßen (276.000 Euro) ausgewiesen. Einnahmenseitig hat sich dazu im Vergleich zu den vergangenen Jahren wenig geändert. Altachs Bürgermeister Gottfried Brändle warnt daher vor zu großer Euphorie: „Nach wie vor ist die Frage des gerechten Finanzausgleichs in Vorarlberg ungelöst. Die seit Jahren geforderte Abschwächung der großen Unterschiede bei den Nettoprokopfeinnahmen ist bis dato nicht erfolgt.“

Appell an die Landesregierung

Demnach entgehen der Gemeinde Altach, gemessen an den Einnahmenquoten, jährlich Einnahmen  von 1,5  bis zwei Millionen Euro. Brändle hofft aber dennoch, dass die Landesregierung „die Zeichen richtig zu deuten vermag und zeitnah entsprechende Maßnahmen zur gerechten Verteilung der Finanzmittel in den Gemeinden setzen wird“. Gerade bei den aktuell wichtigen Bauvorhaben im Projekt Zentrumsbebauung und dem erforderlichen Neubau eines Fünf-Gruppen-Kindergartens würden zusätzliche Mittel dringend benötigt. „Eine gerechte Umverteilung der Finanzmittel würde uns Stabilität für die Bewältigung dieser Aufgaben einbringen.“ MIMA