Aus den Gemeinden

Politik / 15.03.2015 • 21:54 Uhr / 34 Minuten Lesezeit

Bezirk Bregenz

Alberschwende
Syrisches Gebäck. Die Gemeinde Alberschwende widmete das vergangene Wahlwochenende ihren syrischen Flüchtlingen, denen bedauernswerterweise die Abschiebung droht. Bürgermeisterin Angelika Schwarzmann empfing die Wählerinnen und Wähler aus diesem Grund im Wahllokal mit leckerem syrischem Gebäck.

Andelsbuch
Mit 99 zur Wahl. In Andelsbuch ist die Stimmabgabe anscheinend keine Frage des Alters: So ließ es sich der älteste Wähler, Josef Kohler, nicht nehmen, trotz seiner stolzen 99 Jahre persönlich bei der Wahl zu erscheinen und seine Wahlkarte einzuwerfen.

Au
Zu spät. In Au war am gestrigen Sonntag nicht nur Gemeindewahl angesagt, sondern auch Suppentag, bei dem am Mittag für einen wohltätigen Zweck im Dorfsaal Suppe verkauft wurde. Deswegen bemühten sich die Wahlhelfer, die Stimmen zügig auszuzählen und sich dann mit Suppe zu stärken. Doch sie wurden nicht belohnt: Als sie fertig ausgezählt hatten, war nichts mehr übrig.

BEzau
Kompliment von der Gattin. Als der Bezauer Altbürgermeister Erich Schäffler zur Wahlurne in Bezau schritt und den Anwesenden mitteilte, dass dies bereits seine 15. Gemeinderatswahlen seien, fügte seine Gattin recht uncharmant hinzu: „Das sieht man dir auch an.“

Bildstein
Zwei Besonderheiten. Mit der Wahl von Judith Schilling-Grabher zur Bürgermeisterin von Bildstein gibt es zwei Besonderheiten: Erstmals regiert eine Frau in der Gemeindestube. Und seit 50 Jahren wohnt das Gemeindeoberhaupt nicht im Ortsteil Farnach.

Bizau
Kleine Wahlhelfer. In der Gemeinde Bizau scheinen die Eltern ihre Kinder bereits in jungen Jahren in die Bürgerpflicht „Wählen“ einbinden zu wollen. Denn auffallend viele Kinder betätigten sich am gestrigen Wahl-Sonntag als „Wahlhelfer“ ihrer Eltern, indem sie die Kuverts in die Urne warfen.

Bregenz
Fässle Bier. Als 31 der insgesamt 32 Bregenzer Wahlsprengel ausgezählt waren, sah alles nach einer Stichwahl aus – Markus Linhart konnte erst 49,53 Prozent der Stimmen für sich verbuchen. Doch dann kamen die Fluher. Die Wähler des kleinen Ortsteils katapultierten den Bürgermeister über die 50-Prozent-Hürde. „Ein Fässle Bier – und das so schnell wie möglich“, stellte Linhart den Fluhern umgehend für ihre Mithilfe in Aussicht.

Buch
„Wahl-Theater“. Für den Gemeinderatswahl-Sonntag hatten die Bucher Theatermitglieder einen guten Tipp für die Nachmittagsgestaltung. Dieser lautete „Humor ist die beste Medizin“. Und so wurde ab 16.30 Uhr die Nachmittagsvorstellung des neuen Bühnenproduktion „Drei Männer und (k)ein Baby“ im Gemeindesaal aufgeführt.

Damüls
Wahl mit Skischuhen. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen am Wahlsonntag tummelten sich viele potenzielle Stimmabgeber in der Gemeinde Damüls natürlich auf der Skipiste. Doch dies hielt sie nicht davon ab, dennoch im Wahllokal zu erscheinen. Viele Damülser kamen gleich in voller Skimontur inklusive Skischuhen ins Wahllokal, um ihre Stimme abzugeben, bevor es auf die Piste ging.

Doren
Partystimmung. Für etwas Wirbel im Wahllokal in Doren sorgte eine gut gelaunte Jubilarin an einem ansonsten laut Bürgermeister Guido Flatz ruhigen und ereignislosen Wahlsonntag. Die Dame war nämlich direkt von ihrer Geburtstagsparty ins Wahllokal gekommen.

EGg
Eine musikalische Wahl. Damit der Wahlsonntag nicht so langweilig über die Bühne ging, nahm Leo Rehm vom Musikverein Großdorf seine Trompete mit ins Wahllokal und unterhielt das Wahlkomitee mit einem Ständchen.

Eichenberg
Abschied versüßt. Pralinen gab es in Eichenberg von einer dankbaren Wählerin für den scheidenden Bürgermeister Alfons Rädler, der trotz Rücktritt noch seinen Dienst an der Wahlurne als Wahlleiter im Gemeindeamt absolvierte.

Fußach
Stimme abgegeben. Nicht ganz ernst scheint eine Fußacherin die Wahl genommen zu haben. Sie habe ihre Stimme bereits vor einem Monat abgegeben, berichtete sie am Wahlsonntag. Auf Nachfrage griff sie sich an den Hals und meinte heiser: „Und bisher habe ich sie auch noch nicht zurück erhalten!“

Gaißau
Mehr Wahlzellen. Zwei Wahlzellen reichten in Gaißau während der vergangenen Jahre stets aus. Bei der Nationalratswahl 2013 war der Andrang teilweise aber so groß, dass für die Gemeindewahlen erstmals ausgebaut wurde. In der Volksschule standen also erstmals drei Wahlzellen zur Auswahl, die tatsächlich oft gleichzeitig besetzt waren.

Hard
Uneins. Nicht einig schien sich ein Ehepaar noch kurz vor der Stimmabgabe gewesen zu sein. Denn vor dem Wahlsprengel führte das Paar eine intensive Wahldiskussion, deren Fazit war, dass sie eintrat, um zu wählen und er auf dem Absatz kehrt- machte, um nach eigenen Angaben Rad fahren zu gehen.

Hittisau
Im Kreuzchen-Fieber. Viele ungültige Stimmen gab es in Hittisau zwar nicht, aber einige Vorzugsstimmen gingen verloren. Denn einige Wähler machten mehr als die fünf erlaubten Kreuzchen bei ihren bevorzugten Kandidaten. Damit verfielen zwar deren Vorzugsstimmen, die Stimme für die Liste aber blieb gültig.

Höchst
Baustelle bewundert. Den Weg zur Wahl nutzten zahlreiche Wähler in Höchst, um die gewaltige Baugrube neben der Volksschule Kirchdorf zu bewundern. Dort entsteht derzeit das neue Pflegeheim Höchst-Fußach. Gut 7000 Kubikmeter Material wurden aus der Baugrube inzwischen entfernt. Ein Grund zum Staunen.

Hohenweiler
Zu viel des Guten. In der Leiblachtalgemeinde Hohenweiler wollte ein Wähler statt des Stimmzettels doch glatt die amtlichen Wahlunterlagen in die Urne werfen. Doch er konnte von der Wahlkommission gerade noch davon abgehalten werden. Das Wahlgeheimnis blieb also auch in diesem Fall gewahrt.

Hörbranz
Zeichnungen statt Kreuze. Nicht entscheiden konnten sich offensichtlich einige Hörbranzer, wen sie wählen sollten. Denn beim Auszählen der Ergebnisse kamen den Wahlhelfern Stimmzettel unter, auf denen gleich drei verschiedene Parteien angekreuzt wurden. Manche hielten allgemein nicht viel von Kreuzen und fertigten stattdessen Zeichnungen an.

Kennelbach
Teddy für Hans. Der Kennelbacher Bürgermeister Hans Bertsch erhielt von einer kleinen Wahlbegleiterin den Teddybären in die Hand gedrückt, da sie ihrer Mama beim Wählen assistierte. Dieser gab den Glücksbringer aber zurück, um Tränen zu vermeiden. Und ein Talisman war auch kaum vonnöten, gab es in diesem Jahr doch keinen Gegenkandidaten für Bertsch.

Krumbach
Die gleichen Schlawiner. Arnold Hirschbühl, Bürgermeister von Krumbach, zeigte sich am Wahlsonntag neugierig und fragte einen Wähler, natürlich nicht ganz ernst gemeint, ob er denn auch das Richtige gewählt habe. Der Gefragte hatte auch gleich eine passende Antwort parat: „Ich habe dieselben Schlawiner gewählt wie auch schon vor fünf Jahren.“

Langen b. Bregenz
Treue Wählerin. In der Gemeinde Langen bei Bregenz waren am Wahlsonntag von Jung bis Alt alle Altersgruppen vertreten. Eine besonders treuen Wählerin feierte am Wahlsonntag ihren 75. Geburtstag und bekam aus diesem Grund im Wahllokal auch gleich einen Blumenstrauß zum Jubiläum überreicht. Anschließend ging es für die 75-jährige Langenerin weiter zu einer Geburtstagsfeier mit Kaffee und Kuchen.

Langenegg
Junge Wähler. Im Bregenzerwald ist ein Trend zu beobachten, dass viele junge Wähler ihre Stimmen bei den Wahlen abgeben. Auch in Langenegg machten einmal mehr zahlreiche junge Wähler von ihrem Stimmrecht Gebrauch.

Lauterach
EU-Wahlkarte. In der Hofsteiggemeinde schien ein Wähler etwas durcheinandergebracht zu haben. Er hatte die Wahlkarte der EU-Wahl vom vergangenen Jahr dabei und wunderte sich, dass er nicht im Wahlverzeichnis zu finden war.

Lingenau
Schoko-Überraschung. Als sich der Wahlvormittag in Lingenau langsam seinem Ende näherte, kam bei der Wahlkommission große Freude auf. Der Grund war eine köstliche Schokoladentorte, die von einer Wählerin eigens für das Wahlteam gebacken und ins Wahllokal gebracht wurde.

Lochau
Schreibblockade. „Mein Kugelschreiber geht nicht!“, tönte es verzweifelt aus einer Wahlzelle in der Bodenseegemeinde Lochau. „Das passt schon so, der funktioniert ausschließlich bei Liste 1“, erklärte sogleich ein schlagfertiger Lochauer Wahlhelfer.

Mellau
In voller Ski-Ausrüstung. In der Bregenzerwälder Gemeinde fanden sich bereits zwischen sieben und acht Uhr morgens über 100 Wähler im Wahllokal ein. Der Grund: Viele Mellauer wollten den Tag und die sonnigen Wetteraussichten offensichtlich zu einem Ausflug nutzen, denn zahlreiche Wähler erschienen in voller Ski-Ausrüstung.

Mittelberg
Arbeitspause. In der kleinen Gemeinde Mittelberg im Kleinwalsertal müssen viele Einwohner aufgrund des Tourismusgeschäftes in der gesamten Region auch am Sonntag arbeiten. Dennoch nahmen sich viele Bewohner die Zeit, eine kurze Arbeitspause einzulegen, um von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und ihren Stimmzettel im Wahllokal abzugeben.

Möggers
Frühaufsteher. Auch am Sonntag scheinen die Bürger der Leiblachtaler Kleingemeinde nichts vom Ausschlafen zu halten. Ein Großteil der Wähler kam nämlich bereits in der ersten Viertelstunde nachdem das Wahllokal aufgesperrt wurde.

Reuthe
Probe am Wahlsonntag. Musikalisch ging es am Wahlsonntag in der Bregenzerwälder Gemeinde Reuthe zu. Pünktlich, als die Auszählung der Stimmen starten sollte, ertönten Fanfarenklänge aus dem Keller des Gemeindeamtes. Hier hielt der Musikverein Reuthe ein Probenwochenende ab.

Riefensberg
Geld statt Stimme. In Riefensberg überreichte ein Wahlhelfer einem Wähler das Wahlkuvert, worauf dieser schmunzelnd fragte, was er denn damit nun anstellen solle. Der Wahlhelfer meinte darauf: „Eine Möglichkeit wäre es, den Umschlag mit Geld zu füllen.“ Ob der Wähler dem Rat auch wirklich nachgekommen ist, fällt unter das Wahlgeheimnis.

Schnepfau
Schlange stehen. Aufgrund des traumhaften Frühlingswetters gaben viele Wahlberechtigte ihre Stimme schon in den frühen Morgenstunden ab, da viele den Tag auch zum Skifahren oder für einen Ausflug in die Natur nutzen wollten. Bereits um 7.30 Uhr bildete sich vor dem Wahllokal eine riesige Warteschlange. Die Wahlkommission hatte alle Hände voll zu tun, diesen Ansturm zu bewältigen.

Schoppernau
Versprechen gehalten. Grund zur Freude hatte die Wahlkommission in der Gemeinde Schoppernau. Eine Wählerin versprach bereits am Vortag, die Mitarbeiter mit einer guten Flasche Wein zu beschenken. Am Sonntag kam die freundliche Dame dann mit einem edlen Tropfen und vier Gläsern ins Wahllokal, um ihr Versprechen einzulösen. Den Wein ließen sich die Wahlhelfer dann nach dem Auszählen der Stimmen genüsslich schmecken.

Schröcken
Auf Skiern zum Wahllokal. Über eine erfreulich hohe Wahlbeteiligung von rund 80 Prozent freute man sich in Schröcken. Die rechnet man auch dem guten Wetter zu. Die meisten Wähler machten sich auf umweltfreundliche Weise auf den Weg ins Wahllokal, freut man sich beim Amt der Gemeinde, denn ein Großteil kam entweder zu Fuß oder sogar direkt auf Skiern zur Stimmabgabe.

Schwarzach
Inzwischen bekannt. In der Hofsteiggemeinde verzichtete eine fast neunzigjährige Wählerin auf die Mitnahme eines Personalausweises mit dem, nicht ganz unberechtigten Hinweis, dass man sie in ihrem Alter mittlerweile auch im Wahlsprengel kennen müsste.

Schwarzenberg
Jung und Alt. Bunt gemischt war das Wahlvolk in Schwarzenberg. Die älteste Wählerin zählte bereits 94 Jahre. Die jüngste bei der Wahl Anwesende, wenn auch nicht wahlberechtigt, war erst sieben Tage alt.

Sibratsgfäll
Schoko-Geschenk. Der scheidende Bürgermeister Konrad Stadelmann überreichte Kleinkindern, die mit ihren Eltern zur Wahl kamen, ein Stück Schokolade. Ein Vater meinte, dass man in Sibratsgfäll sogar schon bei den Kleinsten mit Wahlwerbung beginne.

Sulzberg
Das erste Mal. Die Gemeinde Sulzberg freute sich, am Sonntag die jüngste Wählerin im Wahllokal begrüßen zu dürfen. Sie feierte erst am Tag vor der Wahl ihren 16. Geburtstag und freute sich, erstmals ihre Stimme abgeben zu dürfen. „Wir haben selbstverständlich ein Erinnerungsfoto gemacht“, sagte der Bürgermeister freudig.

Warth
Würstel-Essen. In der Gemeinde Warth ging es erst zur Wahl und dann zum traditionellen Würstl-Essen. Bürgermeister Stefan Strolz hat es sich zur Gewohnheit gemacht, die braven Wähler mit einem Paar „Wienerle“ für ihren Einsatz zu belohnen. Auch die Polizeibeamten, die zur Wahl-Kontrolle in Warth abkommandiert waren, durften sich über das obligatorische Paar „Wienerle“ mit Brot und Senf freuen.

Wolfurt
Älteste Wählerin. In der Hofsteiggemeinde nahmen zahlreiche Wähler ihre Möglichkeit zur Stimmabgabe wahr. Die älteste Wählerin ging trotz ihres hohen Alters von 90 Jahren ihrer „Bürgerpflicht“ nach.

Bezirk Dornbirn

DORNBIRN
Wahre Liebe. In Dornbirn musste eine Familie unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt werden. Die vormals in Tirol wohnhaften Neu-Dornbirner hatten ihren Hauptwohnsitz erst nach dem Stichtag am 29. Dezember 2014 in Dornbirn gemeldet. Ein anderer Dornbirner Wahlgänger wollte nicht nur seinen Wahlzettel, sondern auch den seiner Ehegattin abgeben. Dies war selbstverständlich nicht möglich.

Hohenems
Spätwähler. In Hohenems nahmen es die Wähler am gestrigen Sonntag gemütlich. Waren die Wahllokale in der Nibelungenstadt zu Beginn noch großteils sehr schwach besucht, wurden es über den Vormittag verteilt immer mehr Leute. Die meisten Bürger schliefen wohl aus und fanden den Weg ins Wahllokal dann erst kurz vor Ende der Öffnungszeiten.

Lustenau
Lange Tradition. Ein besonderer Tag ist der Wahlsonntag immer für Kurt Almer. Seit über 30 Jahren ist er bei verschiedenen Wahlen als Stimmzähler tätig. So ließ es sich der Lustenauer auch bei der gestrigen Wahl nicht nehmen, mit helfender Hand die Stimmen zu zählen. Dieses Mal war er im Wahlsprengel 15 im Lustenauer Rathaus mit dabei.

Bezirk Feldkirch

Altach
Skifahrer. Bereits bei der Öffnung der Wahllokale um 7.30 Uhr standen die ersten Wähler bereit. Einen ordentlichen Ansturm gab es wie gewohnt nach der Sonntagsmesse. Bürgermeister Gottfried Brändle ließ den Wahltag jedoch ganz langsam angehen. Er kam erst kurz vor Mittag ins Wahllokal.

Düns
Gotteslob. Ein frisch zum Ministrant gekürtes Kind plädierte dafür, während des Gottesdienstes das Wahllokal zu schließen oder die Wahlzeit zu verschieben, damit auch die Wahlkommission dieses, stolz die Ministrantenschleife tragend, in der Kirche fotografieren könne.

Dünserberg
Wahl-„Lokal“. Nahezu achtzig Prozent Wahlbeteiligung beim Urnengang würde man sich andernorts gerne wünschen. Eines der Geheimrezepte scheint das direkt neben dem Wahllokal liegende Café und Lokal „Luag Ahe“ zu sein, das im Anschluss an den Wahlgang bei herrlichem Wetter und wolkenlosem Himmel Sonnenanbeter zum Frühschoppen mit Rätikonblick auf der Sonnenterrasse einlud.

Feldkirch
Hausarbeit gemacht. Auffallend wenige Bürger traten beim Wählen in der Montfortstadt hinter den „Vorhang“, um im Geheimen ihr Kreuz zu machen. In einem der 29 Wahllokale angekommen, mussten die meisten nur noch den großen Stimmzettel einsäckeln und in die Wahlurne werfen. „Die Bürger haben ihre Hausaufgabe gemacht“, freute sich die Wahlkommission .

Frastanz
Entschlossen. Kurz nach acht Uhr verließ eine Familie schon wieder das Wahllokal. „Ich dachte, so eine Wahl geht immer ganz lange“, meinte die Tochter etwas enttäuscht. Der Vater erklärte es folgendermaßen: „Wenn man weiß, was man will, ist es wie beim Zahnarzt, wenn man keine Süßigkeiten isst. Dann geht es ganz schnell.“

Fraxern
Poetischer Abschied. Wegen des anstehenden Bürgermeister-Wechsels in Fraxern von Reinhard Nachbaur zu Steve Mayr brachte ein Pensionist nicht nur seinen Stimmzettel zur Wahl mit, sondern übergab Noch-Bürgermeister Nachbaur ein Kuvert, mit folgendem Text beschriftet: „Es ist nicht zu fassen, der Reinhard will uns verlassen. Nicht alle Hühner legen Eier, das merkt schon bald Steve Mayr.“

Göfis
Frühsport. Ein Göfner Jungwähler nutzte den Gang zur Wahlurne gleich für seinen Frühsport. Ohne Tasche und Wahlkarte unterwegs, verlässt er sich ganz auf die Kommission: „Die haben letztes Mal auch einen Stimmzettel übrig gehabt“, so der junge Mann. Er habe zwar einen Umweg zu seiner normalen Route nehmen müssen, das aber habe er für die Bürgermeisterwahl „gern gemacht“.

Götzis
Mutter-Kind-Pass. Im Wahllokal der Volksschule Götzis Markt hatte eine junge Dame ihren amtlichen Wahlausweis zu Hause vergessen. Ihre Frage „Geht der Mutter-Kind-Pass auch?“ sorgte für Gelächter bei den Wahlhelfern im Wahlsprengel 2. Natürlich durfte die junge Mutter auch ihre Stimme abgeben.

Klaus
Falscher Weg. „Ja ist denn hier nicht mehr los? Es ist ja niemand da“, fragte eine Wählerin, als sie ganz alleine mit der Wahlkommission im Wahllokal stand. Andererseits wurde eine im falschen Wahllokal eintreffende Wählerin mit dem Spruch „Du musst zur Schule gehen“ in das richtige Wahllokal in der Mittelschule geschickt.

Koblach
Auf die letzte Minute. In der Gemeinde Koblach konnte Bürgermeister Fritz Maierhofer keine gravierende Erhöhung der Jungwähleranzahl feststellen. Auffällig gewesen sei nur, dass die jungen Wähler erst gegen Mittag den Weg ins Wahllokal fanden und es der eine oder andere Wähler ganz knapp vor Schließung des Wahllokals noch schaffte, seine Stimme abzugeben.

Laterns
Wahlvorschlag. „Hast du ‚ghörig‘ gewählt?“, fragte eine aus dem Wahllokal kommende Dame einen anderen Wähler aus Laterns. „Ich hab den Obama gewählt“, gab dieser zur Antwort. „Ich auch“, antwortete die Dame. „Dann hat er mal hier in Laterns schon zwei Stimmen sicher. Meinst du, er wird der nächste Bürgermeister hier bei uns in Laterns?“

Mäder
Langschläfer. Mäders Jungwähler ließen sich Zeit und erschienen allesamt erst kurz vor Mittag im Wahllokal. Den Schlaf einer möglicherweise durchtanzten Diskonacht noch in den Augen, waren sie trotzdem zur Wahl erschienen, um mit ihrer Stimme die Geschicke der Gemeinde mitzugestalten. Zur Wahl ins Foyer der Volksschule hat sich auch Mathilde Freydl bemüht, um an ihrem 82. Geburtstag den Stimmzettel auszufüllen.

Meiningen
Familienausflug. Pünktlich zur Öffnung des Wahllokals um sieben Uhr war eine junge Familie mit drei Kindern anwesend. Die Frühaufsteher haben den Wahlgang direkt als Familienausflug genutzt. „Bei strahlenden Sonnenschein kommt es öfters vor, dass wir frühmorgens losziehen“, sagte der Familienvater.

Rankweil
EU-Bürger nutzen Wahlrecht. Gerade die EU-Bürger, die ihren Erstwohnsitz in Rankweil haben, nützen ihr Wahlrecht, stellte die Wahlkommission erfreut fest. Viele deutsche Mitbürger sollen demnach ihre Chance genutzt haben. „Wenn ich schon hier wohne, finde ich es auch wichtig, wählen zu gehen“, sagte ein gebürtiger Bayer.

Röns
Schnellwähler. Trotz einer der kürzesten Wahlöffnungszeiten in ganz Vorarlberg zeichnete sich Röns durch eine sehr hohe Wahlbeteiligung aus. Innerhalb von zwei Stunden gaben über 75 Prozent der Mitbürger in der flächenmäßig kleinsten Gemeinde Vorarlbergs ihre Stimme ab.

Röthis
Geheime Wahl. Sehr genau nahm eine Wählerin die Wahlzeremonie in Röthis. „Flocki“ so hieß ihr Hund, der vor der Wahlzelle angebunden wurde und draußen bleiben musste. „Weißt du, die Wahl ist geheim“, wurde dem Vierbeiner als Erklärung vom Herrchen mitgeteilt.

Satteins
Koffeinmangel. Der Wahlkommission wurde durch das Personal des Sozialzentrums eine Kaffeemaschine zur Verfügung gestellt. Nur durch Mithilfe einiger Wählerinnen konnte die Maschine schließlich gestartet werden. Und auch für die Entleerung des Kaffeesatzes mussten wieder Wählerinnen befragt werden. Vorschlag: Beim nächsten Mal bitte mindestens eine Person mit technischen Kenntnissen in die Wahlkommission aufnehmen.

Schlins
Engagiert. In vielen Ländern der Welt werden Christen verfolgt und können von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch machen. Diesem Thema widmeten sich am Wahlsonntag in der Gemeinde Schlins nicht nur die Predigt in der Sonntagsmesse, sondern auch eine Ausstellung und ein Vortrag im Kultursaal mit anschließender Diskussion.

Schnifis
Frühstarter. Nicht nur der Verkaufsstart eines neuen iPhones zieht Menschen derart in den Bann, dass sie vor dem Geschäft campen, um der Erste zu sein. Auch eine Gemeindevertretungswahl hat manchmal die gleiche Anziehungskraft: Um sicher zu gehen, dass nichts schiefläuft, hatte ein Wähler seine gesamten Unterlagen vor dem Wahllokal deponiert und holte sie dort zeitig ab, um die Wahl nicht zu verpassen.

Sulz
Gültig gewählt. Unterstützung für Bürgermeister Karl Wutschitz und sein Team kam aus dem Burgenland. Aus dem Geburtsort von Bürgermeister-Vater Toni und zweiter Heimat des Bürgermeisters wurde eine neun Liter große Weinflasche als kleiner Glücksbringer ins Ländle geschickt. Diese wurde im Anschluss an die Wahl zusammen mit den Gemeindevertretern genüsslich leer getrunken.

Übersaxen
Fleißige Wähler. Ob es am schönen Wetter lag? Die Übersaxner sind scheinbar Frühaufsteher, denn am Wahlsonntag lag die Wahlbeteiligung nach einer Stunde Öffnungszeit des Wahllokals schon bei rund 30 Prozent. Insgesamt haben 78 Prozent der stimmberechtigten Übersaxner Bürger von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht und so ihren Willen kundgetan, wie es in den kommenden fünf Jahren politisch weitergehen soll.

Viktorsberg
Abschreiben. Völlig aufgeregt fragte ein Ehemann seine Gattin, die ihm in dieselbe Wahlkabine gefolgt war: „Was machst du denn hier drinnen, willst du etwa von mir abschreiben?“ – „Nein sicher nicht, ich hab das schon zu Hause gemacht“, kam die Antwort der Gattin wie aus der Pistole geschossen.

WEiler
Probenpause. Der Musikverein Harmonie Weiler, der just am Wahlsonntag seinen obligatorischen Probentag angesetzt hatte, trug der Gemeindevertretungswahl Rechnung. „Selbstverständlich wurde den Musikanten eine sogenannte Wahlpause eingeräumt. So konnte jeder an der Wahl teilnehmen“, wusste Bürgermeister Dietmar Summer.

Zwischenwasser
Verschollene Wahlurne. Hektik im Wahllokal in Muntlix. Zwar hatte man auf Wählerwunsch in den jeweiligen Wahlzellen eine LED-Beleuchtung installiert, doch zehn Minuten vor der Öffnung des Wahllokales fehlte die Wahlurne! Aufgrund der Umbauarbeiten im Gemeindeamt wurde sie weggeräumt. Bürgermeister Kilian Tschabrun war schließlich Retter in der Not. Er fand das Utensil noch rechtzeitig in der Putzkammer des Ausweichlokales.

Bezirk Bludenz

Bartholomäberg
Früh am Start. Als wahrer Frühaufsteher entpuppte sich ein altgedienter Wähler, der wie fast jedes Mal bei Wahlen bereits um halb sieben – also eine halbe Stunde bevor die Wahllokale öffnen – vor Ort war. Ob er auch bei den nächsten Wahlen wieder so zeitig beim Wahllokal ist, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass seinetwegen die Wahlzeiten nicht geändert werden.

Blons
Sonntagsplausch. Der Andrang zur Wahlurne war vor und nach dem Kirchgang erwartungsgemäß hoch. Zeitweise musste vor der Wahlkabine sogar Schlange gestanden werden. Das brachte die Wähler aber nicht aus der Ruhe. So blieb zumindest Zeit für einen gemütlichen Sonntagsplausch im oder vor dem Wahllokal.

Bludenz
Schreikonzert. Ganz und gar nicht wahlbegeistert erwies sich die kleine Laura. Sie begleitete die Stimmabgabe ihrer Mutter mit einem gellenden Schreikonzert. „Die Kleine hat ihre Stimme scheinbar noch nicht abgegeben“, scherzte ein Wähler, dem Laura und ihre Mutter beim Verlassen des Wahllokals begegneten.

Bludesch
Alte Dame. Obwohl es in der Blumenegg-Gemeinde heuer erstmals eine Einheitsliste gab, ließ es sich eine 93-jährige Dame nicht nehmen, selbst ins Wahllokal zu kommen, um ihre Stimme abzugeben. „Ich verbinde die Wahl mit meinem Sonntagsspaziergang“, kommentierte sie ihr Erscheinen im Sprengel 1 trocken. Die Lacher der Wahlkommission waren ihr damit gewiss.

Brand
Mit Helm bekleidet. Um den frühlingshaften Skitag möglichst optimal auszunutzen, gingen einige Brandner gleich in aller Frühe wählen. So mancher Bürger hatte dabei den Skihelm bereits auf dem Kopf. „Die Gesichter waren dennoch gut erkennbar, die Stimmen also gültig“, war sich die Wahlkommission lachend einig.

Bürs
Doppelt hält besser. Da staunte die Wahlkommission des Bürser „Wahlsprengel II“ nicht schlecht: Zwei Damen wollten unbedingt gemeinsam und gleichzeitig zur Wahlurne schreiten. Ob sie sich gegenseitig helfen oder sich kontrollieren wollten, verrieten die beiden Damen jedoch nicht. Schlussendlich konnten die beiden dann doch überzeugt werden, ihre Stimmen einzeln und somit gültig abzugeben.

Bürserberg
Nobler Service. In Bürserberg ist das Gemeindeamt für den Ansturm bei Wahlen räumlich etwas beengt. Um die Wahlen möglichst „rund“ ablaufen lassen zu können, werden die Wähler daher mittels „Einbahnregelung“ zur Wahlurne gelotst. Einen besonderen Service bot dabei Wahlhelfer Gerold Schwald an. Er war als freundlicher „Türsteher“ im Einsatz und öffnete jedem einzelnen Wähler höchstpersönlich die Tür.

Dalaas
Klassensprecher. Aufgrund seines jugendlichen Alters wurde ein Jungwähler im Dalaaser Wahllokal gefragt, ob dies seine erste Stimmabgabe sei. „Nein“, antwortete der jugendliche Wähler ohne mit der Wimper zu zucken. Seine erste Wahl liege bereits einige Jahre zurück. „Meine erste Wahl war nämlich die Klassensprecherwahl in der Schule!“, sagte er mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Fontanella
Kalte Füße. Als die drei weiblichen Wahlkommissionsmitgliedern über kalte Füße klagten, wurde diesem Umstand schnell Abhilfe geschaffen. Da im Gemeindesaal nebenan zum Suppentag geladen wurde, wurde ein Bote entsandt, der wenig später mit einer wärmenden Speise ins Wahllokal schneite. So überstand das weibliche Trio den Wahlsonntag ohne Erfrierungen.

Gaschurn
In Eile. Eilig hatten es am Wahlsonntag die Bediensteten der Silvretta Montafon bei ihrer Stimmabgabe. Bereits um 6.45 Uhr warteten zahlreiche „Liftler“ ungeduldig auf die Öffnung des Wahllokals. Als dieses seine Pforten öffnete, stürmten sie regelrecht zur Urne, damit sie pünktlich um sieben Uhr ihren Dienst antreten konnten.

Innerbraz
Geschlossen. In Innerbraz konnte es eine Wählerin kaum erwarten, ihre Stimme abgeben zu können. Bereits um 7.05 Uhr wartete sie ungeduldig vor dem noch verschlossenen Wahllokal. Nach einem längeren Gespräch mit einer vorbeikommenden Passantin konnte sie dann um 7.30 Uhr endlich als erste Innerbrazer Wählerin zur Wahlurne im Wahllokal im Schulgebäude Innerbraz schreiten. „Ich wollte immer schon einmal die erste Wählerin sein“, kommentierte die Dame mit einem Augenzwinkern.

Klösterle
Tierlieb. In der Gemeinde Klösterle wurde ein Mitglied der Wahlkommission kurzzeitig zum „Tierbetreuer“ ernannt. Eine der Wählerinnen kam in Begleitung ihres Hundes zur Stimmabgabe. Die Wahlkommission reagierte umgehend. Ein Mitglied ging kurzerhand zur Tür, nahm ihr den Vierbeiner ab und hielt ihn kurzfristig bei Laune, bis „Frauchen“ ihre Stimme abgegeben hat.

Lech/Zürs
100-Jähriger. Auch bei der diesjährigen Gemeindewahl war Bernhard Wolf wieder der älteste Wähler. Mit sage und schreibe 100 Jahren ist es dem Lecher immer noch ein großes Anliegen, persönlich im Wahllokal zu erscheinen und seine Stimme abzugeben. Verständlicherweise wurde der rüstige Pensionist von der gesamten Wahlkommission aufs herzlichste Willkommen geheißen.

Lorüns
Auf den letzten Drücker. Einige Lorünser Wähler nutzten die frühlingshaften Temperaturen scheinbar zu einem ausgiebigen Frühstück. Oder wollten sie die Spannung bei der Gemeinderatswahl erhöhen? So oder so, jedenfalls warteten vier Wähler
bis kurz vor Ende der Wahlzeit und huschten in letzter Sekunde gerade noch ins Wahllokal von Lorüns, um von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Ludesch
Gute Vorbereitung. Die Hausaufgaben gemacht hatte der Großteil der Ludescher Wahlberechtigten. Die Wahlkabine stand über weite Strecken des Vormittags leer, da aufgrund der guten Vorbereitung der Wähler die bereits zu Hause ausgefüllten Wahlzettel sofort ins bereitgelegte Kuvert gesteckt und in die Urne eingeworfen werden konnten.

Nenzing
Urgestein bei Wahlen. Seit 45 Jahren ist der frühere Nenzinger Gemeindesekretär Josef Müller bereits als Beisitzer bei den diversen Wahlen aktiv. Dabei hat er in dieser Zeit noch keine einzige versäumt. Dank seiner langjährige Erfahrung und seines fundierten Wissens rund um die Wahl, ist er auch immer wieder eine beliebte Ansprechperson bei Fragen rund um das Wahlprozedere.

Nüziders
Enge Platzverhältnisse. Dass die Wahlkabinen nicht kinderwagentauglich sind, musste eine junge Mutter am Wahlsonntag im Sprengel 1 aus erster Hand erfahren. Verzweifelt versuchte sich die Frau samt ihrem Gefährt in die Wahlkabine zu zwängen. Zur Belustigung der Wahlkommission ließ sie aber nicht locker, und nach mehreren Versuchen und einigen Verrenkungen gelang es ihr tatsächlich Platz in der Kabine zu finden und sogar noch den Vorhang zuzuziehen.

Raggal
Mit 103 zur Wahl. Mit großer Anerkennung und viel Respekt vermeldete die Wahlkommission, dass Filomena Asam als älteste Bürgerin der Gemeinde Raggal das Wahlrecht wahrgenommen hat und eigenhändig den Wahlzettel in die Urne warf. Die rüstige 103-Jährige macht seit Jahrzehnten von ihrem Wahlrecht Gebrauch und schreitet stets persönlich zur Wahlurne.

St. Anton i. M.
Zeitpunkt. In St. Anton gingen die Uhren am Wahltag anders. Nachdem die Wahlkommission darauf aufmerksam gemacht wurde, dass die Wanduhr im Wahllkokal bereits viertel nach eins anzeigte, war die Wahlkommission nicht scheu um eine Erklärung. Mit einem Lächeln erklärte Vizebürgermeister Günther Flatz, dass hier bereits der Zeitpunkt eingestellt sei, an dem die Stimmen ausgezählt wären.

St. Gallenkirch
Hilfe von oben. „Der Herr erleuchte mich“, meinte Pfarrer Eberhard Amann plakativ, bevor er zur Wahl schritt und seinen Stimmzettel ausfüllte. Welcher der beiden Bürgermeister-Kandidaten sein Favorit ist, ließ der Gemeindeseelsorger dabei, nach einem kurzen Blick nach oben, offen. Ob er im Gottesdienst eine Wahlempfehlung abgeben werde, ließ der Pfarrer unbeantwortet.

St. Gerold
Kritischer Wähler. Hinterfragt wurde von einem Wähler, ob es entgegen der Empfehlung der Landeswahlbehörde kein Wählerverzeichnis zu versenden dem Wahlrecht einer Mehrheitswahl entspricht. Der Anteil der Wahlkarten lag mit zehn Prozent überraschend hoch.

Schruns
Auf Krücken zur Urne. Frisch operiert mit Krücken und einer dicken Bandage rund um das Sprunggelenk ließ es sich eine junge Wählerin nicht nehmen trotzdem persönlich im Wahllokal vorbeizuschauen, um ihre Stimme abzugeben. „Was nimmt man nicht alles auf sich, um seine Zukunft mitzubestimmen“, keuchte sie, als sie das Wahllokal mühsam verließ.

Silbertal
Saubere Sache. Auf Sauberkeit achtete einer der ersten Wähler – ein Landwirt –, der das Wahllokal in Silbertal betrat. Sorgsam zog er vor dem Betreten der Räumlichkeiten seine zugegebenermaßen doch ziemlich verdreckten Schuhe aus, um dann in Socken an die Urne zu treten. Nach getaner „Arbeit“ wünschte er der Wahlkommission noch einen schönen Sonntag, ehe er wieder von dannen zog.

Sonntag
Sonnenschutz. Ein Duft von Sonnencreme lag am frühen Morgen in der Luft des Wahllokals in Sonntag. Aufgrund des herrlichen Sonnenscheins am Wahlsonntag schritten auffallend viele Wahlteilnehmer bereits in Skibekleidung frühzeitig zur Wahlurne. Natürlich durfte der entsprechende Sonnenschutz im Gesicht dabei nicht fehlen. Der eine oder die andere hatte es dabei wohl etwas zu gut gemeint.

Stallehr
Kopie. Die Wahlkommission staunte beim Auszählen der Stimmen nicht schlecht, als sie einen selbst kopierten Stimmzettel in einem Wahlkuvert vorfanden. Obwohl sich der Wähler redlich Mühe gegeben hatte, musste diese Stimmabgabe natürlich als ungültig gewertet werden. Tipp: Beim nächsten Mal sollte der Stimmzettel besser aufbewahrt werden, dann klappt’s auch mit der Stimmabgabe.

Thüringen
Alter Hase. Ein Routinier in Sachen Wahlen ist Seniorenbund-Obmann Luis Caldonazzi. Der rüstige Senior ist seit mittlerweile 50 Jahren als Wahlhelfer im Einsatz. „Im Laufe der Jahre hatte ich viele Funktionen inne. Seit etwa 30 Jahren bin ich als Wahlleiter im zweiten Wahllokal in Thüringen im Einsatz“, so Caldonazzi, der immer besonderen Wert auf die Wahrung des Wahlgeheimnisses legte.

Thüringerberg
Pattsituation. Sehr ausgewogen fiel die Wahl in Thüringerberg aus. Nicht was das Ergebnis betrifft, aber was die Stimmabgabe anbelangt. Die Auszählung ergab, dass sich die Stimmenaufteilung zwischen Männern und Frauen exakt zur Hälfte teilte. Ein Wermutstropfen war die magere Wahlbeteiligung, die vermutlich auf Grund der Einheitsliste relativ niedrig war.

Tschagguns
„Avant-Ski“. Pünktlich um acht Uhr öffnete das Wahllokal in der Vandan­ser Rätikonhalle seine Pforten. Ein Großteil der frühen Wähler war in Skibekleidung gekommen. Sie wollten den strahlenden Tag zum Skifahren nützen, gleichzeitig aber nicht auf ihre Stimmabgabe verzichten. „Avant-Ski-Urnengang“, scherzte einer der sportbegeisterten Wähler.

Vandans
Keine Heizung. Sehr hitzig war ein Wahlhelfer in Tschagguns bekleidet. Lediglich mit einem T-Shirt bekleidet war der Mann im Gemeinde­amt zugegen. Das aber nicht lange. Da er nicht bedacht hatte, dass an diesem Tag die Heizung im Gebäude ausgeschaltet war, eilte er vor Öffnung des Wahllokals noch einmal nach Hause, um wenig später mit einem Pullover ausgestattet wiederzukommen.