322 Millionen für Straßenbau

Vorarlberg / 26.02.2019 • 17:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Statthalter Karlheinz Rüdisser (l.) mit LH Markus Wallner und Asfinag-Vorstand Hartwig Hufnagl präsentierten Straßenbauvorhaben bis 2024. VLK
Statthalter Karlheinz Rüdisser (l.) mit LH Markus Wallner und Asfinag-Vorstand Hartwig Hufnagl präsentierten Straßenbauvorhaben bis 2024. VLK

Asfinag macht bis 2024 viele Geld für die Straßeninfrastruktur im westlichsten Bundesland locker.

Bregenz. Optimale Verkehrsanbindung von Gewerbegebieten, mehr Sicherheit für die Autofahrerinnen und Autofahrer, bessere Erreichbarkeit des hochrangigen Straßennetzes durch den Aus- und Umbau der Anschlussstellen und dadurch Entlastung von Anrainerinnen und Anrainern – dafür investiert die ASFINAG bis zum Jahr 2024 mehr als 322 Millionen Euro in die Vorarlberger Autobahnen und Schnellstraßen. Land und Gemeinden bringen zusätzliche Millionenbeträge für die erforderlichen Begleitmaßnahmen im Landesstraßennetz auf. Darüber informierten Landeshauptmann Markus Wallner und Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser gemeinsam mit dem neuen Asfinag-Vorstand Hartwig Hufnagl im Landhaus.

Für S18 steht Trassenentscheidung an

Die wesentlichen Schlüsselprojekte für Vorarlbergs Straßeninfrastruktur verlaufen nach Plan. Für die S 18 Bodensee Schnellstraße steht die Trassenentscheidung an, bei der A 14-Anschlussstelle Bludenz-Bürs sollen im März die Bauarbeiten starten und für die neue Anschlussstelle Rheintal Mitte wurden schon erste Vorarbeiten durchgeführt. Positive Signale von Seiten der Asfinag gibt es auch hinsichtlich einer von Vorarlberg geforderten Verkehrsbeeinflussungsanlage auf der Autobahn.

Verkehrsentlastung für 40.000 Einwohner

Bei der S 18 geht es um die Entlastung von 40.000 Bewohnerinnen und Bewohnern im unteren Rheintal und optimale Verkehrsverbindung für täglich 6000 Pendlerinnen und Pendler in Richtung Schweiz/Liechtenstein. Landeshauptmann Wallner bekräftigte, dass an den im Planungsprozess als Bestlösungen ermittelten Varianten CP (Ortsumfahrung Lustenau) und Z (Ried-Querung) festgehalten werde: „Ein ‚zurück an den Start‘ gibt es nicht.“ Spätestens 2020 soll die Trassenentscheidung fallen.  Die A 14-Anschlusstellen Bludenz-Bürs und Rheintal Mitte sind für Landesstatthalter Rüdisser nicht zuletzt aus wirtschaftlicher Sicht von zentraler Bedeutung. Er verwies auf die in den letzten Jahren stark gestiegenen Exportzahlen. „Angesichts der dynamischen Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Vorarlberg braucht es eine leistungsfähige Straßeninfrastruktur“, so Rüdisser. Bei Bludenz-Bürs wird im März mit dem Bau von zwei neuen Kreisverkehren und vier neuen Brücken begonnen, sodass die dortigen Gewerbegebiete einen direkten Autobahnanschluss erhalten. Bis Ende 2021 soll dieser fertig sein.

Verkehrskontrollplatz für Lauterach

Für den neuen Anschluss Rheintal Mitte wurden von Seiten des Landes erste Vorschüttungen zur Verlängerung der Bleichestraße bereits durchgeführt, die Asfinag wird mit ihren Maßnahmen unmittelbar an der A 14 im Herbst 2019 beginnen.   Eine positive Botschaft hatte Hufnagl auf die erneut vorgetragene Vorarlberger Forderung nach Installation einer Verkehrsbeeinflussungsanlage (VBA) auf der A 14 parat. Damit könne die Sicherheit auf dieser dicht befahrenen Autobahn maßgeblich erhöht werden. Hufnagl sagte zu, im Zuge der Schaffung eines Verkehrskontrollplatzes auf Höhe Lauterach – ohne zeitliche Festlegung – auch die Einrichtung einer VBA-Anlage in die Planungen der Asfinag einzubeziehen.