Für die Lustenauerin Patricia Klatzer sind grüne Smoothies ein Lebensstil

01.03.2019 • 08:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Es grünt so Grün in den Gläsern einer 43-Jährigen Lustenauerin.

Geraldine Reiner

Lustenau Bei Patricia „Trish“ Klatzer geht es mehrmals wöchentlich bereits in aller Herrgottsfrüh ordentlich zur Sache. Jeweils am Montag, Dienstag und Donnerstag steht die 43-Jährige ab fünf Uhr morgens in ihrer kleinen Küche im Keller, schneidet Grünzeug und Obst und verteilt es vorne zu auf die drei Hochleitungsmixer. „Um halb sieben, wenn die Kinder aufstehen, bin ich fertig. Um halb acht, acht fange ich dann mit dem Ausliefern an“, erzählt sie.  

Für das Lustenauer Energiebündel ist Grün nicht nur die Farbe von Harmonie und Frieden, sondern ein Lebensstil. Die Formel dazu lautet: Smoothies. Auf den Geschmack gekommen ist die 43-Jährige vor ein paar Jahren in der Damensauna in St. Margrethen. „Alle älteren Damen sind dort mit grünen Flaschen herumgerannt. Ich bin dann fragen gegangen, was sie das trinken“, erinnert sie sich. Von den begeisterten Erzählungen angetan, machte sich Patricia Klatzer schnurstracks auf den Weg in besagten Bio-Laden, um sich mit dem Wundergetränk einzudecken und erlebte dabei ihr grünes Wunder. „Irgendwann sind die Schweizer Preise dann allerdings ins Geld gegangen und ich habe mir gesagt: ,Mensch, bist du doof, du hast einen Garten und einen Mixer, mach doch selber etwas.‘“

Es zieht Kreise

Zunächst mixte die Lustenauerin nur für den Eigengebrauch, doch es dauerte nicht lange bis auch ihre Freundinnen auf die grünen Smoothies aufmerksam wurden. „Sie haben gesagt: Du bist nie krank, dir geht es super, du hast Energie, dein Tag hat 48 Stunden.“ Durch Mundpropaganda zogen die Gesundheitsbomben schließlich immer weitere Kreise und als die Karenzzeit von Patricia Klatzer beendet war „habe ich mir gedacht, da könnte ich doch etwas draus machen, ich probiere es einfach mal.“ Das war vor bald sechseinhalb Jahren. Seither laufen in „Trish’s bunter Küche“ die Mixer heiß. Bei den Mixern handelt es sich in diesem Fall um Hochleitungsmixer, und das aus einem ganz bestimmten Grund. „Bei grünen Smoothies ist wichtig, dass der Mixer mindestens 1000 Watt oder 30.000 Umdrehungen hat. Erst dann öffnet sich das Blattgrün und das Chlorophyll kommt raus. Im Magen können wir es gar nicht so aufspalten“, erläutert die Smoothie-Expertin.

Den chlorophyllhaltigen Pflanzen werden zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt. Patricia Klatzer hat diese nicht nur am eigenen Leib erfahren. „Ich habe viele Krebspatienten, aber auch sonst viele Leute, die das Immunsystem damit stärken und seit sie das trinken auch keine Grippe mehr haben“, berichtet sie.

Wunderkräuter

Als Basis für die grünen Smoothies dienen Äpfel vom Lustenauer Bauern. Für die Sämigkeit sorgt meistens eine Banane. Je nach Jahreszeit verquirlt die 43-Jährige auch gerne Mangos, Ingwer, Zitronen, Datteln, Cranberries oder Zimt. Die wichtigsten Ingredienzien sind und bleiben aber die Blattgrünsorten und Kräuter und die wachsen Sommer wie Winter im Garten der Klatzers. Das fängt bei Feldsalat, Grünkohl, Löwenzahn, Scharbockskraut, Brombeerblätter oder Himbeerblättern („das beste Anti-Krebs-Kraut in unseren Breitengeraden“) an und hört bei exotischen Wunderkräutern wie Jioagulan, Murdannia, Brahm, Gotu Kola, Sambung Nyawa oder Dong-Ling-Dao auf. Denn Patricia Klatzer ist überzeugt: „Für jede Krankheit gibt es ein Kraut.“ Na dann, ab in den Mixer, pürieren, genießen, das Immunsystem stärken und den Darm entschlacken.