Großes Hallo beim kleinsten Umzug des Landes

Vorarlberg / 28.02.2019 • 18:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
 Larissa und Elena marschierten vorne weg und führten die Kindergartengruppe an. VN/JS
Larissa und Elena marschierten vorne weg und führten die Kindergartengruppe an. VN/JS

Fünf Gruppen zogen am Gumpiga Donnschtig durch Röns.

Röns Laute Musik empfängt die aus allen Richtungen herbeiströmenden Rönser Mäschgerle gestern Nachmittag auf dem Dorfplatz. Es herrscht Ausnahmezustand in der gut 350 Seelen Gemeinde. „Der Gumpige Donnschtig ist der größte Feiertag bei uns im Dorf“, verrät Reinhard Bolter. Gemeinsam mit ein paar Gleichgesinnten hat der Vizekommandant der Rönser Feuerwehr am Vormittag, der Tradition entsprechend, 40 Braten geklaut. „Wir sind überall im Dorf willkommen. Alle machen mit“, sagt er stolz.

Von Groß bis Klein, Jung bis Alt, praktisch alle sind sie gekommen. Auch das Präsidium des Verband Vorarlberger Fasnatzünfte (VVF) ist mit einer Abordnung nach Röns gekommen. Der Grund: Sie alle wollen beim kleinsten Umzug des Landes dabei sein. Der Umzug, der seit rund 25 Jahren durchgeführt wird, ist heuer sogar so groß wie nie zuvor. „Bei den Wagen haben wir heuer eine Steigerung von 100 Prozent“, offenbart Bürgermeister Anton Gohm stolz. Es sind deren zwei.

Wie aus dem Nichts geht es dann auch schon los. Die einzige Gastgruppe, die „Waldhexen Meiningen“ dürfen den Anfang machen. Dahinter marschieren, als „Zauberwald“ verkleidet, die 14 Volksschulkinder und ihre beiden Lehrpersonen. Hinter dem Popcornfahrrad der SET Schlins reiht sich die Kindergartengruppe ein. Die zwölf Kinder ziehen als „Karneval der Tiere“ entlang der rund 400 Meter lange Umzugsstrecke. Zum Abschluss dann die Rönser Faschingsnarra. Immer noch dröhnt laute Musik aus den Boxen des riesigen Drachen, der sich zum Kirchplatz hin schlängelt. Faschingsruf hört man hingegen keinen. „Wir haben noch keinen Spruch. Wir rufen einfach zurück“, erklärt Obernarr Wolfgang Keckeis banal.

Nach gut 15 Minuten ist das Umzugsspektakel auch schon wieder vorbei und damit genügend Zeit um den Tag am Kirchplatz ausklingen zu lassen. Doch etwas war da ja noch. Genau, die Braten. Die wurden am Abend im Gasthof Löwen verspeist.