Fasching: Die Landeshauptstadt im Ausnahmezustand

Vorarlberg / 04.03.2019 • 10:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Fantasie bei den Kostümen waren in Bregenz keine Grenzen gesetzt. VN/Steurer
Der Fantasie bei den Kostümen waren in Bregenz keine Grenzen gesetzt. VN/Steurer

Große Begeisterung herrschte beim Umzug in Bregenz. Auch davor und danach wurde gefeiert.

BREGENZ Der Umzug im fast längsten Fasching dieses Jahrhunderts hatte es in sich. Gut 50 Gruppen übertrumpften sich in ihrem Faschingseifer, ihrem unbändigen Spaß an der Freud‘ und ihrem bunten Erscheinungsbild. Der Bregenzer Ore-Ore-Verein mit den Altprinzen, Prinzessinnen und Zeres überließ nichts dem Zufall und organisierte einen wie am Schnürchen laufenden Umzug.

Die Mottos der Gruppen, die vom Sammelplatz beim Baumarkt über die Bahnhofstraße und Kaiserstraße zum Leutbühel und über die Rathausstraße zum Kornmarkt marschierten, hätten unterschiedlicher nicht sein können. Clowns, Vögel, eine bunte Affenbande, Schlümpfe, Ländle Tüfel und Pink Panther waren nur einige der mit viel Phantasie in Szene gesetzten Gruppen. Die Volksschule Weidach stellte mit ihrem „Monsterchor“ mit 150 Mäschgerle die größte Gruppe. Stark unterwegs mit 50 bunten Vögel die Truppe von Altprinz Hotzenplotz, und der Fluher Zirkus bot 60 Artisten auf. Dazwischen gab es Gardemädchen, die Usscheller von den Narraseckl und schräge Töne von Guggamusiken. Immer wieder erfreulich ist das Teilnahme der Garden und Gruppen aus den Nachbargemeinden.

Löwenstarkes Prinzenpaar

Prinzenpaar zu sein war Ore LXIII., Prinz Markus II. und Ihrer Lieblichkeit Prinzessin Elke II., nicht genug. Sie waren gleich die Könige der Löwen. Prächtige Kostüme bestimmten das Bild und musikalisch wie tänzerich toll umgesetzt wurde das Thema „Afrika“. Ein Fest war’s auch für ihre drei Infanten Eileen, Alessandro und Leandro und das löwenstarke 90-köpfige Gefolge. Bei Zeremonienmeister Markus Gritschacher liefen alle Fäden zusammen. Vom Prinzenwagen wurden zentnerweise Momele geworfen.

Höhepunkt des Umzugs war die Prämierung der besten Gruppen. Darüber den Kopf zerbrachen sich als Jury Ore-Ore-Obmann Mandy Strasser und die Altprinzen Gerhard Sieber, Thomas Kuen und Alexander Giesinger. Sie hievten den „Monsterchor“ der VS Weidach als originellste Kindergruppe auf Platz eins. Dieser durfte sich über den großen Schnorrapfohl und ein Preisgeld freuen. Der Sonderpreis der Jury und damit der zweite Platz ging an die bunten Hotzenplotz-Vögel. Als beste Gruppe landete die Sepp Rünzler Group vom „Goldenen Hirschen“ auf Platz zwei.

Knochenjob Umzugssprecher

Eine Bravourleistung lieferten die Altprinzen Roberto Kalin und Joe Pirker als Umzugsprecher. Unermüdlich informierten sie über Wagen und Mottos, wussten Interessantes zu den einzelnen Gruppen und gaben dem ganzen mit Interviews einen professionellen Touch. Die Feuerwehren sorgten für die Absprerrungen an der Umzugsstrecke und hatten ein Auge auf die Sicherheit. Laut ihrer Einschätzung erlebten rund 10.000 Menschen den Bregenzer Umzug.

Spaß muss sein. Und genau das hatten diese beiden reizenden Geschöpfe ganz bestimmt. VN/Steurer
Spaß muss sein. Und genau das hatten diese beiden reizenden Geschöpfe ganz bestimmt. VN/Steurer
Natürlich durften beim Auftritt der Narren von Bregenz auch lokale Aufreger der Vergangenheit nicht fehlen. VN/Steurer
Natürlich durften beim Auftritt der Narren von Bregenz auch lokale Aufreger der Vergangenheit nicht fehlen. VN/Steurer