Um so viel steigen die Baukosten für Dornbirner Stadtbibliothek und VS Haselstauden

Vorarlberg / 05.03.2019 • 10:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Kosten für die Stadtbibliothek steigen um fast eine Million Euro an. HA

Stadtvertretung Dornbirn musste bei zwei großen Bauvorhaben den Kostenrahmen deutlich erhöhen.

Dornbirn Auch bei Bauprojekten der Stadt macht sich die überhitzte Baukonjunktur finanziell bemerkbar. Auf ihrer jüngsten Sitzung musste die Stadtvertretung die Kostenrahmen für die Stadtbücherei und die Volksschule Haselstauden deutlich erhöhen.

Als die Stadtvertretung den Neubau der Volksschule Haselstauden beschloss, rechnete man mit Baukosten in Höhe von 10,4 Millionen Euro. Nach neuesten Schätzungen müssen aber über 12 Millionen Euro locker gemacht werden. Gründe für die doch recht saftige Erhöhung der Baukosten sind nicht zuletzt die vollen Auftragsbücher der Bauunternehmen, die sich im Preis niederschlagen und teure Sonderwünsche. Hochbaustadtrat Walter Schönbeck (FPÖ) verweist etwa auf  Baumverpflanzungen oder unvorhergesehene Pilotierungen, die notwendig wurden, den Schulbereich auch zum Dorfplatz für alle zu machen. Er betont aber, dass alles unternommen werde, um die Kosten trotz allem im Rahmen zu halten.

Bauten im Zeitplan

Dasselbe gilt auch für die Stadtbibliothek in der Schulgasse. Hier musste der beschlossene Kostenrahmen von 5,5 Millionen Euro auf 6,4 Millionen angehoben werden. Wie berichtet, hat sich die Dornbirner Sparkasse bereit erklärt, die Rückzahlung der aller erforderlichen Darlehen zu übernehmen. Grund für die Großzügigkeit ist das 150-Jahr-Jubiläum der Dornbirner Traditionsbank. Trotz der Schwierigkeiten bei den Ausschreibungen und Auftragsvergaben soll die Bibliothek Ende Oktober bezogen werden können. Die Volksschule Haselstauden wird voraussichtlich im Dezember fertig gestellt.

Bürgermeisterin Andrea Kaufmann betonte im Stadtparlament, dass die Stadt bei allen Bauprojekten bemüht ist, die Kosten nicht explodieren zu lassen. Allerdings sei es nicht ausgeschlossen, dass es bei längeren Vorbereitungs- und Bauphasen, wie bei großen Bauvorhaben üblich, zu Teuerungen komme. Die Stadtvertretung segnete die neuen Kostenrahmen mit großer Mehrheit ab. Lediglich die Neos stimmten dagegen. Stadtvertreterin Elisabeth Feuerstein: „Nach den neuerlichen Kostenüberschreitungen sind unserer Meinung nach die grundsätzlichen Rahmenbedingungen im Projektmanagement der Stadt zu überdenken.“ Sie wirft den Verantwortlichen im Rathaus vor, vor  Beschlussfassungen von Bauvorhaben mit geschönten Zahlen zu operieren.