Die neuen Chefs der Riedenburg

05.03.2019 • 17:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Rudolf Luftensteiner, Schwester Cäcilia Kotzenmacher und Maria Habersack von der VOSÖ freuen sich auf die Herausforderung Riedenburg. VN/Hämmerle
Rudolf Luftensteiner, Schwester Cäcilia Kotzenmacher und Maria Habersack von der VOSÖ freuen sich auf die Herausforderung Riedenburg. VN/Hämmerle

Altehrwürdige Sacré-Coeur-Schulen in Bregenz sollen ihre Identität bewahren.

Bregenz Geschäftsführerin Maria Habersack, Vorstandsvorsitzender Rudolf Luftensteiner und seine Stellvertreterin Schwester Cäcilia Kotzenmacher von der Vereinigung der Ordensschulen Österreichs (VOSÖ) sind guter Dinge. Ab 1. September wird die gemeinnützige Organisation die Schulen Riedenburg übernehmen und die Ordensfrauen des Sacré Coeur von ihrer jahrzehntelangen Verantwortung entbinden.

Zu den 14 bisherigen VOSÖ-Standorten mit ihren 45 Bildungsstätten, die insgesamt zwölf Ordensgemeinschaften angehören, wird sich ein 15. gesellen.

Prinzipien verinnerlichen

Es sei ganz besonderer, versichern die Führungskräfte des VOSÖ. „Der Standort hier hat eine sehr starke Identität. Wir wollen das Charisma der Gründer weitertragen“, sagt Luftensteiner. Die Riedenburg habe hervorstechende Alleinstellungsmerkmale, versichert der Vorstandsvorsitzende. „Dazu zählt das Curriculum, das die Schwestern erstellt haben, und das in Schulungsprogrammen den hier tätigen Lehrern vermittelt wird.“

Das ganz spezifische Charisma jedes Standorts sei der VOSÖ wichtig. Man wolle das Profil jeder VOSÖ-Schule im Sinne der Gründer schärfen. So auch jenes der Riedenburg. „Bei uns unterschreibt auch jede Lehrkraft ein Papier und bestätigt damit, unsere Prinzipien zu akzeptieren“, versichert Riedenburg-Geschäftsführer Wolfgang Sieber die Einforderung der Loyalität zum Geist der Privatschulen Riedenburg.

70.000 m2 Grundfläche

Die neuen Schulträger haben sich nach den fünfjährigen Verhandlungen an der Riedenburg schon mehrfach bei der Schulleitung, den Lehrerinnen und Lehrern sowie beim Personal vorgestellt. „Bei den Lehrern gab es keinerlei Bedenken, das übrige Personal war da ein bisschen skeptischer“, reflektiert Schwester Cäcilia diese Begegnungen.

Die Vereinigung der Ordensschulen Österreichs übernimmt an der Riedenburg alle mit der Schule verbundenen Liegenschaften. Dazu gehören sämtliche neun Baukörper. Der größte Teil der 70.000 Quadratmeter Grundfläche bleibt im Besitz des Ordens. „Und wir werden nichts verkaufen“, macht Luftensteiner deutlich. „Gedanken machen werden wir uns freilich über die Nutzung von Gebäudeteilen, die nicht für die Schule gebraucht werden“, ergänzt der Vorstandsvorsitzende.

Der Geist des Ordens

Keine Zukunft scheint die physische Präsenz der Schwestern des Sacré Coeur am Standort Riedenburg zu haben. Da der Orden kaum Nachwuchs hat und deshalb auch die Schulträgerschaft in andere Hände legt, wird sich die Anwesenheit der Sacré-Coeur-Schwestern wohl bald auf das Spirituelle beschränken. Ihr Geist und ihre Prinzipien sollen jedoch an der Riedenburg weiterleben.

Das versprechen die neuen Verantwortlichen hoch und heilig.

Riedenburg-Komplex

Schulen: Volksschule, Gymnasium, HLW

Areal 70.000 Quadratmeter: Mädcheninternat, Kloster, Kirche, kleine Kapelle, Turnhalle, Sportplätze