Dornbirner Hotelmarkt in Bewegung

04.03.2019 • 10:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Im Zubau des Hotels Krone entstehen knapp 50 Zimmer der gehobenen Kategorie. VN/Hagen

Geschäftstourismus lässt Nächtigungs- und Bettenzahlen in die Höhe schnellen.

Dornbirn Über 1100 Betten in Beherbergungsbetrieben der 4-Sterne-Kategorie stehen in Dornbirn derzeit zur Verfügung.  Durch Zu- und Neubauten steigt das Angebot weiter an. In der Stadt und beim Dornbirn Tourismus wird die Entwicklung positiv gesehen.

Angst, dass bald ein Überangebot herrscht, hat Dornbirns Tourismuschef Klaus Lingg nicht: „Es gibt ganz sicher keine Kannibalisierung.“

Das heißt, dass sich die Betriebe die Gäste nicht gegenseitig abjagen müssen, um ihre Hotelbetten zu füllen. Denn die Zahl der Nächtigungen ist im vorigen Jahr um fünf Prozent auf 320.000 angewachsen, Tendenz weiter steigend. Grund genug für die Touristiker der größten Stadt des Landes, den Neubau eines 71-Zimmer-Hotels beim Bahnhof zu begrüßen. „Das Haus kann mit einer idealen Lage und auch mit einer modernen Architektur punkten“, ist Lingg überzeugt, dass der neue Betrieb gut angenommen wird.

Im Frühsommer dieses Jahres stellt auch das Dornbirner Traditionshotel „Krone“ den Zubau mit 48 Komfortzimmern fertig. Mit den aktuellen Neubauten dürfte das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein. Inzwischen sollen sich auch internationale Hotelketten für einen Standort in Dornbirn interessieren.

Gute Geschäfte machen laut Lingg auch die vielen Privatzimmervermieter. Vor allem die Appartements seien gut ausgelastet. Mit einem neuen Ansturm von Individualtouristen rechnet man nach der Fertigstellung des 4-Sterne-Campingplatzes im Sommer dieses Jahres. Erwartet wird auf dem Platz an der Gütlestraße auch eine wohlbetuchte Kundschaft, die mit teuren Campingfahrzeugen die Welt bereist. Eine Urlauberdestination im klassischen Sinn ist Dornbirn nicht. Für volle Häuser sorgen vor allem Geschäftsreisende. Ihr Anteil an den Nächtigungen liegt bei über 80 Prozent. Das bedeutet jedoch, dass die großen Beherbergungsbetriebe der Stadt vorwiegend während der Woche gut gebucht sind. An den Wochenenden herrscht eher Flaute, weiß Lingg. Bei großen Veranstaltungen, wie Messen, Tagungen, in der Festspielzeit oder aktuell bei der im Sommer stattfindenden Weltgymnaestrada, ist die Buchungslage aber auch an Samstagen und Sonntagen gut. HA