Hickhack um Schulinfrastruktur

05.03.2019 • 18:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Während für Neos viele Schulen im Land desolat sind, verweist Regierung auf Investitionen.

Bregenz Die Neos werden heute, Mittwoch, in der aktuellen Stunde im Landtag die Schulinfrastruktur im Land thematisieren. Die Oppositionspartei sieht mehrere Bildungsstätten in mangelhaftem Zustand, die VN berichteten.

Parteichefin Sabine Scheffknecht (40) spricht von rostigen Wasserleitungen, Containerklassen, jahrelangen Übergangslösungen und Ausstattungen aus dem letzten Jahrtausend. Das Land lasse Gemeinden im Stich.

Schöbi-Fink kontert

Die Landesregierung und die zuständige Landesrätin Barbara Schöbi-Fink (57) wollen diese Vorwürfe nicht auf sich sitzen lassen und verweisen auf ein umfangreiches Investitionsprogramm, das in den Jahren 2014 bis 2018 getätigt wurde. „Was wir bisher schon nachhaltig getan haben, werden wir auch in Zukunft fortsetzen“, verweist Schöbi-Fink auf das Investitionsvolumen der nächsten fünf Jahre. Gemeinsam mit den Gemeinden investiere das Land bis 2024 383,8 Millionen Euro in den Neubau oder die Sanierung von Pflichtschulen.

Investition in viele Projekte

In der Vergangenheit sei vieles umgesetzt worden, betont Schöbi-Fink. Sie führt dabei die Neubauten des Schulcampus in Hard sowie umfassende Adaptierungen bei den Volksschulen Dornbirn-Edlach, Hohenems-Herrenried, Lauterach-Dorf, Silbertal und dem Schulzentrum Riezlern an. Ebenso habe man in die Mittelschulen Feldkirch-Oberau, Rankweil, Klaus oder Egg investiert. In den vergangenen fünf Jahren seien insgesamt 71,7 Millionen Euro aus Bedarfszuweisungen, Strukturförderungen und Sondermitteln aufgewendet worden. Für die EDV-Ausstattungen an den Schulen seien im selben Zeitraum zusätzliche Mittel in Höhe von über 1,4 Millionen Euro bereitgestellt worden. 23,3 Millionen Euro seien für Modernisierungsmaßnahmen an den heimischen Landesberufsschulen, dem Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum Hohenems sowie an der Fachhochschule Dornbirn investiert worden.

Bei den Bauprojekten des Bundes, konkret beim Gymnasium Schoren und dem Sportgymnasium Dornbirn, geht Schöbi-Fink von raschen Entscheidungen seitens des Bildungsministers Heinz Faßmann (63) aus. VN-HK

„Was wir bisher schon nachhaltig getan haben, werden wir auch in Zukunft fortsetzen.“