Das Land will heimische Älpler versichern

07.03.2019 • 18:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Alpwirtschaft steht vor Herausforderungen. L.Berchtold
Die Alpwirtschaft steht vor Herausforderungen. L.Berchtold

Bund soll sich nach Kuh-Urteil um neues Gesetz kümmern.

Hohenems  Eine Hommage an die Älpler – die Turnhalle im bäuerlichen Bildungszentrum war proppenvoll – richtete „Stargast“ Landeshauptmann Markus Wallner (51, ÖVP) beim Alpwirtschaftstag in Hohenems an die Anwesenden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion nach dem Gerichtsurteil im Zusammenhang mit dem Todesfall auf einer Alpe in Tirol sagte Wallner den Landwirten seine Unterstützung zu. „Wir vom Land können das mit Versicherungsleistungen tun“, wurde der Landeshauptmann konkret.

15.000 Euro

Gegenüber den VN sprach Wallner von 15.000 Euro, die man für die notwendigen Versicherungsleistungen aufbringen müsse. „Wir müssen das schnell machen, schließlich steht die heurige Alpsaison schon vor der Tür.“

In seiner Rede vor den rund 400 Landwirten betonte Wallner die Bedeutung der Alpen für die gesamte Bevölkerung und sprach darüber hinaus von der Alpe als Teil der Vorarlberger Identität. „Ich selber war als Bub auf der Alpe Gamp und habe dort Dinge mitbekommen, die ich in der Schule nicht gelernt habe“, mischte Wallner sogar Biografisches in seine Rede.

Während sich das Land um eine schnelle Versicherungslösung für das heurige Jahr bemühe, müsse der Bund nach dem Urteil von Innsbruck für notwendige Adaptierungen in der Gesetzgebung sorgen. „Ich habe mich mit Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger darauf verständigt, dass er die Maßnahmen im Bereich Gesetzgebung im Bund einfordert, während wir im Land die notwendige Versicherung für die Älpler bewerkstelligen“, ergänzte Wallner. Zudem appellierte er an die Eigenverantwortung all jener, die sich auf Alpen begeben.

Beim Alpwirtschaftsverein, dem Gastgeber der Veranstaltung, bleibt indes alles beim Alten. Josef Türtscher wurde einstimmig als Obmann bestätigt. „Ihr merkt wohl, dass ich das gerne mache“, nahm der alte und neue Chef die Wahl gerne an. VN-HK