Ambitionierte Sportskanonen

10.03.2019 • 17:04 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
So viel Spaß können Kinder beim Skifahren haben, wenn sie nur die Gelegenheit dazu bekommen. Der Kids Snow Fun bietet ihnen diese Chance.
So viel Spaß können Kinder beim Skifahren haben, wenn sie nur die Gelegenheit dazu bekommen. Der Kids Snow Fun bietet ihnen diese Chance.

Die 13. Auflage des Kids Snow Fun lockte zahlreiche junge Skifahrer auf den Sonnenkopf.

klösterle Lustvoll beißt Janick Böniger in seinen Hotdog. Der Siebenjährige hat sich die Jause redlich verdient. Ein Riesentorlauf und dann noch ein mutiger Sprung über die Schanze machen hungrig, aber der beherzte Einsatz hat sich für Janick gelohnt. Beim Kids Snow Fun am Sonnenkopf schaffte es der Bub in seiner Klasse als Dritter auf das Stockerl. Auch alle anderen Teilnehmer kamen auf ihre Kosten. Rund 170 Kinder und Jugendliche hatten für die 13. Auflage dieses schon traditionellen Nachwuchsrennens genannt. Hauptorganisator Othmar Vonbank, Präsident des SC Klostertal, war jedenfalls zufrieden. Ihn freut vor allem, dass Eltern wieder verstärkt ihre Kinder beim Skisport unterstützen. Er lobt außerdem die Bemühungen in den Schulen, mehr Kinder auf die Pisten zu bringen. „Das ist für die Zukunft des Skisports enorm wichtig“, meint Vonbank.

Pistenkommandos im Einsatz

Die Teilnehmer des Kids Snow Fun verschwenden keine Gedanken an derlei Probleme. Sie haben einfach nur Spaß daran, sich mit Gleichaltrigen zu messen. Damit das alle Jahre funktioniert, haben sich die Organisatoren bereits im Sommer um einen Austragungstermin gekümmert. Die Weichen waren gestellt. Am Tag vor der Veranstaltung wurde die erforderliche Infrastruktur eingerichtet und im Zielgelände alles für einen tollen Skitag angerichtet. Tatkräftige Unterstützung gab es dafür von den Wintersportvereinen Braz, Dalaas und Wald am Arlberg, die rund 50 Helfer abstellten, sowie den Bergbahnen Sonnenkopf. Die Rennstrecken erwiesen sich als perfekt präpariert. Zudem sorgten Pistenkommandos kontinuierlich dafür, dass die Spuren um die Tore im relativ weichen Schnee nicht allzu tief wurden und damit jeder Starter die gleichen Chancen hatte.

Weit gesprungen

Die jüngsten Sportskanonen hatten einen Bärenriesentorlauf zu absolvieren, auf die älteren Teilnehmer wartete ein spannender Vielseitigkeitsbewerb. Sie mussten ihr Können zuerst bei einem Riesentorlauf beweisen, dann ging es mit den Alpinski an den Füßen ab auf die Sprungschanze. Mit beachtlichen 14 Metern setzte Nico Traxl vom SC Flirsch den weitesten Sprung in den Schnee am Sonnenkopf. Julian Greussing vom SCA Lech brachte es auf resche 13 Meter. Nicht weniger mutig zeigten sich die Mädchen. Rosina Brandstetter vom WSV Dalaas beispielsweise schaffte ebenfalls 13 Meter.

An ambitionierten Skitalenten scheint es im Land nicht zu mangeln. Janick Böniger etwa möchte einmal so gut werden wie Marcel Hirscher, und Celine Hubert (10) vom WSV Braz träumt von einer Karriere à la Mikaela Shiffrin. Dafür trainiert sie hart und gerne, wie sie in glaubhafter Manier bestätigt. Die Eltern unterstützen das aufgeweckte Mädchen, wo es geht. Der Papa hat dafür sogar wieder mit dem Skifahren angefangen. VN-MM  

Ein buntes Bild vor einer tollen Winterkulisse: Die Veranstaltung am Sonnenkopf in Klösterle ließ einmal mehr keine Wünsche offen. Sogar das Wetter spielte trotz gegenteiliger Prognosen mit. vn/stiplovsek
Ein buntes Bild vor einer tollen Winterkulisse: Die Veranstaltung am Sonnenkopf in Klösterle ließ einmal mehr keine Wünsche offen. Sogar das Wetter spielte trotz gegenteiliger Prognosen mit. vn/stiplovsek
Ich bin zum zweiten Mal bei diesem Rennen auf dem Sonnenkopf dabei. Meine Gota hat mich begleitet. Ich fahre sehr gerne Ski. Ich bin auch beim Wintersportverein dabei. Am liebsten möchte ich einmal so gut werden wie Marcel Hirscher. Das wäre schon toll. Janick Böniger, 7 Jahre, WSV Wald am Arlberg

Ich bin zum zweiten Mal bei diesem Rennen auf dem Sonnenkopf dabei. Meine Gota hat mich begleitet. Ich fahre sehr gerne Ski. Ich bin auch beim Wintersportverein dabei. Am liebsten möchte ich einmal so gut werden wie Marcel Hirscher. Das wäre schon toll. Janick Böniger, 7 Jahre, WSV Wald am Arlberg

Meine Lieblingsdisziplin ist der Slalom, und mein großes Vorbild ist Mikaela Shiffrin. Ich fahre Rennen im ganzen Land. Dabei versuche ich immer, so weit nach vorne zu kommen, wie es geht. Meistens schaffe ich es ins vordere Drittel. Um besser zu werden, trainiere ich vier- bis fünfmal in der Woche. Celine Hubert, 10 Jahre, Braz

Meine Lieblingsdisziplin ist der Slalom, und mein großes Vorbild ist Mikaela Shiffrin. Ich fahre Rennen im ganzen Land. Dabei versuche ich immer, so weit nach vorne zu kommen, wie es geht. Meistens schaffe ich es ins vordere Drittel. Um besser zu werden, trainiere ich vier- bis fünfmal in der Woche. Celine Hubert, 10 Jahre, Braz

KIDS SNOW FUN

Bambini B1 weiblich Carlina Frei, Katharina Wienerroither, SCA Lech; Luisa Netzer

Bambini B1 männlich Emil Windmüller, Mario Jantsch, WSV Dalaas; Clemens Hostenkamp, USV Blons

Bambini B2 weiblich Felicitas Schäfer, Vanessa Stürz, WSV Dalaas; Maya Dietrich, WSV Dalaas

Bambini B2 männlich Anton Meusburger, Jona Vonbank, WSV Braz; Lasse Müller

Kinder U8 weiblich Annika Windmüller, Livia Kasper, WSV Wald a. Arlberg; Lorena Stürz, WSV Dalaas

Kinder U8 männlich Levin Zimmerer, Fabian Klotz, Janick Böniger, WSV Wald a. Arlberg

Kinder U9 und U 10 weiblich, männlich Malea Jäger, WSV Braz; Antonia Heim, Cas. Kleinwalsertal; Sofie Salzgeber, WSV Wald a. Arlberg; Nico Hubert, WSV Braz; Cedric Schmid, SCA Lech; David Schöpf; WSV Wald a. Arlberg

Kinder U11 und U12 weiblich, männlich Rosina Brandstetter, WSV Braz; Celine Hubert, WSV Braz; Julia Böttrich, Julian Greussing, SCA Lech; Clemens Mark, WSV Wald a. Arlberg; Nepomuk Bitschnau, WSV Braz

Schüler U13 und U14, weiblich, männlich Florentina Lerch, WSV Nofels; Anna Tschugmell, WSV Braz; Hannah Schaiden, WSV Dalaas; Nico Traxl, SC Flirsch; Adrian Salzgeber, WSV Wald a. Arlberg; Alexander Melmer, WSV Dalaas

Schüler U15 und U16 weiblich, männlich Marion Pisoni, WSV Wald a. Arlberg; Lea Bitschnau, WSV Braz; Erik Teklenburg, SC Bürs

 

Organisationskomitee Gesamtleitung: Othmar Vonbank, Chef der Kampfrichter: Roman Dünser, Wettkampfleiter: Josef Neßler, Wettkampfsekretär: Otto Lorünser, Finanzen: Karoline Mark, Chef der Zeitnehmung: Tobias Margreitter, Chef der Torrichter: Ralf Brandstetter, Chef der Sprungschanze: Philipp Fritz, Streckenchef: Manfred Nessler, Startrichter: WSV Wald und WSV Braz, Zielrichter: Marion Jäger, Rettungsdienst: Pistenrettung Sonnenkopf, Kurssetzer: RTL Bambini – WSV Dalaas, VIEL – Daniel Bitschnau, Sprungschanzenbau: Philipp Fritz