Lustenauer Funken wächst zum Rekord

11.03.2019 • 17:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Funken-Jahrhundertbauwerk im Glaserweg wird es nur noch bis kommenden Samstag geben. Danach geht alles in Flammen auf.VN/Paulitsch
Das Funken-Jahrhundertbauwerk im Glaserweg wird es nur noch bis kommenden Samstag geben. Danach geht alles in Flammen auf.VN/Paulitsch

Jetzt ist er bereits 40 Meter hoch. Die restlichen 18 Meter des Rekordfunkens kommen bald.

Lustenau Da kitzelt was den Himmel. Der Rekordfunken auf der großen Freifläche beim Glaserweg in Lustenau steht kurz vor seiner Fertigstellung. „Jetzt ist er 40 Meter hoch. Es fehlen noch der 13 Meter lange Spitz sowie die Hexe. Dann steht dem Anzünden am kommenden Samstag nichts mehr im Wege“, reibt sich Funkenzunft-Hofstalden-Obmann Marco Hollenstein (33) bereits die Hände.

Hoffen auf gutes Wetter

Hollenstein ist dieser Tage ein gefragter Mann. Medien aus Vorarlberg und darüber hinaus beanspruchen ihn permanent, alle wollen alles über den Funken wissen. Schon gar, nachdem dieser – entsprechendes Wetter vorausgesetzt – am kommenden Samstag auch tatsächlich angezündet werden darf.

„Nach der Spitze, die in Leichtbauweise aus Brettern konstruiert wurde, kommt dann am Samstag mit entsprechendem Zeremoniell die Hexe drauf“, erzählt Hollenstein. Der Kopf der Hexe wurde von Zunftmitglied Martin Hollenstein geschnitzt, bemalt wird er von den Kindern des Kindergartens Rotkreuz. Den Rumpf nähen Gemahlinnen und Freundinnen der männlichen Funkenzunftmitglieder zusammen.

Massenbesuch erwartet

Am Samstag, den 16. März, werden im Glaserweg über 10.000 Menschen erwartet, wenn der Rekordfunken um exakt 20 Uhr angezündet werden soll. 58,6 Meter soll dieser dann hoch sein, die offizielle Höhenmessung erfolgt um 16 Uhr. Der bisherige Rekord für einen Funken liegt bei 47 Meter. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes bonfire aus dem norwegischen Alesund. Eine Delegation aus Norwegen hat sich für kommenden Samstag in Lustenau angesagt.

Der geplante Rekordfunken in der Marktgemeinde hatte im Vorfeld für rege Diskussionen gesorgt. Umweltschützer beklagen eine zu hohe Feinstaubbelastung und geißeln das Projekt als umweltschädliche, sinnlose Rekordjagd. Der Obmann des Alpenschutzvereins, Franz Ströhle, hatte in diesem Zusammenhang sogar den Lustenauer Bürgermeister Kurt Fischer angezeigt. Letztlich hat dieser nach Einforderungen strenger Sicherheitsmaßnahmen den Funken genehmigt. Im Sinne einer problemlosen Anreise zum Funken hat der Vorarlberger Verkehrsverbund ein Konzept zur Gratis-Anreise mit Bus und Bahn erstellt. Extra eingerichtete und auf die Züge abgestimmte Shuttlebusse bringen die Besucherinnen und Besucher zwischen 16:05 bis 00:20 Uhr im Halbstundentakt vom Bahnhof Dornbirn Schoren bequem zur Haltestelle Sägerstraße in unmittelbarer Nähe des Funkenplatzes und wieder retour.

Normalerweise brennen die Hofstalder ihre Funken auf dem Keckeisplatz in der Hofsteigstraße ab. Wegen der Dimension des Rekordfunkens anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Zunft wurde das Spektakel in den Glaserweg verlegt.

„Wir erwarten zu unserem Rekordfunken auch eine Delegation aus Norwegen.“