Feldkirch deckt Personalspitzen jetzt mit Leasingfirmen

12.03.2019 • 18:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

feldkirch Geworben wird mit beruflichem Weitblick im topmodernen Hybrid-OP bei genialen Arbeitsbedingungen, bestem, familiärem Umfeld und mehr Geld. Unterlegt sind die Verlockungen mit einer traumhaften Bergansicht. Seit 2018 ist das Landeskrankenhaus Feldkirch laut Mitteilung der Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) intensiv auf der Suche nach geschultem Personal für das OP-Zentrum. Mit Inseraten sowie Besuchen auf deutschsprachigen Fachkongressen und Pflegeveranstaltungen soll das Personalloch geschlossen werden, das, wie die VN berichteten, zu Absagen und Verschiebungen von geplanten Eingriffen führte,.

Ebenso wurden Leasingfirmen damit beauftragt, Spitzen abzudecken. „Der Fachkräftemangel im OP-Pflegebereich ist ein europaweites Problem“, heißt es vonseiten der KHBG. „Wir arbeiten auf Hochtouren an mittel- und langfristigen Lösungen, um gutes Personal zu bekommen und zu halten, befinden uns damit aber im Wettkampf mit vielen europäischen Krankenhäusern.“ Laut KHBG gibt es auch Bemühungen, im Rahmen der österreichweiten Ausbildungsordnung für Pflegeberufe die Ausbildung im OP-Bereich zu vereinfachen bzw. eine Anerkennung von Pflegeausbildungen für den OP-Bereich zu erreichen.

Der Bericht über die prekäre Personalsituation im LKH Feldkirch bzw. in dessen OP-Räumen hat den Neos-Abgeordneten Daniel Matt zu einer Anfrage an Gesundheitslandesrat Christian Bernhard bewogen. Darin will Matt unter anderem wissen, ob die neu geschaffenen OP-Kapazitäten vollumfänglich genutzt werden können. Seinen Informationen zufolge sollen auch die Arbeitsbedingungen in der OP-Spange nicht ideal sein. Er führt als Beispiel sehr lange Wegstrecken an. Außerdem möchte er wissen, wie es um den Personalstand insgesamt bestellt ist. VN-MM