Vorarlberger Polizei setzt nun auch Drohnen ein

12.03.2019 • 18:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das "fliegende Auge" fest im Griff: Drohnenkoordinator Joachim Saltuari (r.) und Alexander Sartori.  VN/Paulitsch
Das „fliegende Auge“ fest im Griff: Drohnenkoordinator Joachim Saltuari (r.) und Alexander Sartori. VN/Paulitsch

Die „fliegenden Augen“ dienen der Exekutive für verschiedenste Aufgaben.

Schwarzach Es summt über den Köpfen der Polizei: Bereits seit Dezember 2018 verfügt die Vorarlberger Exekutive über vier Drohnenpiloten, die privat der Modellfliegerei frönen und deshalb schon spezielle Vorkenntnisse für ihre Ausbildung mitbrachten.

Drohnenkoordinator ist Joachim Saltuari, gemeinsam mit seinem Kollegen Alexander Sartori präsentierte er am Dienstag in Bregenz die zwei „fliegenden Augen“ der Landespolizeidirektion im jeweiligen Wert von 2500 Euro. „Die Drohnen werden für verschiedene polizeiliche Zwecke eingesetzt“, erklärte Saltuari. „Etwa zur Abklärung von Gefahrenlagen, zum Verschaffen von Übersichten über Gefahrenbereiche, für die photogrammetrische Aufarbeitung bei Verkehrsunfällen sowie der Dokumentation von Tatorten und Unglücksstellen.“

Strenge Bestimmungen

Doch aufgepasst: Selbst der Sicherheitsexekutive ist hier nicht alles erlaubt. „Einfach so drauflosfliegen geht natürlich nicht, das gilt weder im Rahmen der polizeilichen Aufgabenerfüllung noch für private Personen“, ergänzt der Drohnenkoordinator. Die gesetzlichen Bestimmungen seien überaus streng. Für den Einsatz ist eine flugrechtliche Betriebsbewilligung der österreichischen Luftfahrtbehörde (Austro Control) erforderlich. „Darüber hinaus darf die Drohne laut Gesetzgeber nur bis zu einer Höhe von 150 Metern sowie in einem Radius von 500 Metern Entfernung zum Pilotenstandort eingesetzt werden“, betont Saltuari.

„Einfach so drauflos fliegen geht natürlich nicht.“

Joachim Saltuari, Drohnenkoordinator

Bei Großveranstaltungen und Demonstrationen werden die Fluggeräte für die Echtzeitbildübertragung herangezogen. Große Besucherströme können beobachtet werden. „So kann sofort zielgerichtet reagiert werden, wenn sich gefährliche Situationen abzeichnen“, sagt Saltuari. Das Video- und Fotomaterial werde umgehend wie bei jedem anderen Einsatz ausgewertet. Sofern kriminalpolizeilich relevant, wird das Material auch den Staatsanwaltschaften und den zuständigen Stellen als Beweismaterial vorgelegt.

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