Zwangsverwaltung für Pflegeheim

13.03.2019 • 20:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Personalprobleme verursachten Missstände.

lustenau „Seit Jahren ist der Mangel an Personal in Pflegeheimen bekannt. Seit Jahren tut sich wenig bis gar nichts.“ Empört reagiert SPÖ-Pflegesprecherin Manuela Auer auf die bekannt gewordenen Missstände im Seniorenheim Hasenfeld in Lustenau und wirft der Landesregierung mangelnde Einsicht bezüglich des Personalproblems vor. FPÖ-Gemeinderat Martin Fitz hatte öffentlich gemacht, dass nach einer Prüfung der OPCAT, einer von der Landesvolksanwaltschaft bestellten Kommission, das Heim vor gut einem Jahr unter die Zwangsverwaltung des Landes gestellt worden ist. Fitz moniert nun Verbesserungen im Bereich der Betreuung sowie der ärztlichen Versorgung.

Er fordert in einem Antrag an die Gemeindevertretung, wieder einen fachlich geeigneten Allgemeinmediziner unter Vertrag zu nehmen, wie dies früher üblich gewesen sei. Der Arzt soll das Pflegepersonal beraten und als Bindeglied zur Verwaltung dienen. „Er soll unsere Pflegekräfte, die unter schwierigen Bedingungen ihre Aufgaben erfüllen, unterstützen“, betont Fitz. Manuela Auer meint, es sei begrüßenswert, dass Bürgermeister Kurt Fischer das Problem erkannt habe, dennoch müsse man festhalten, dass zu wenig Pflegepersonal vorhanden sei. Auch die Dokumentationsmängel würden darauf hinweisen. „Es kann aber doch nicht sein, dass Krankenstände und Personalwechsel einen derartigen Zustand hervorrufen, dass ein Pflegeheim unter Aufsicht des Landes gestellt werden muss“, wettert Auer. Es brauche deutlich höhere Landesmittel für mehr Personal, mehr Ausbildungsplätze und bessere Rahmenbedingungen. VN-MM

„Der Arzt soll das Pflegepersonal beraten und als Bindeglied zur Verwaltung dienen.“