Wetterkapriolen sorgen für Lawinengefahr

14.03.2019 • 17:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Lawinengefahr wird noch einmal dramatisch ansteigen. Bernhard Anwander warnt. VN/Steurer
Die Lawinengefahr wird noch einmal dramatisch ansteigen. Bernhard Anwander warnt. VN/Steurer

Bis zu einem Meter Schnee im Hochgebirge angesagt. Danach wird es warm. Vorsicht bei Skitouren.

Schwarzach Der Winter rüttelt noch einmal heftig an der Tür. Zumindest im Hochgebirge. Dort kann von Freitag bis Samstagvormittag in den Nordstaulagen des Hinteren Bregenzerwaldes, der Arlbergregion, aber auch im Verwall- und Silvrettagebiet bis zu einem Meter Schnee fallen. „Allerdings steigt die Schneefallgrenze im Laufe des Tages auf über 1500 Meter, da die Temperaturen stetig steigen und im Tal auf zehn Grad hinaufgehen“, kündigt Meteorologe Alexander Klee von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Innsbruck an. Es wird zudem ab Freitagnachmittag in den Bergen sehr stürmisch. Es muss mit orkanartigen Böen gerechnet werden

Gutes Funkenwetter

Unter 1500 Meter ist mit starken Regenfällen zu rechnen. „Am Samstagvormittag ist es mit den Niederschlägen dann vorbei“, prognostiziert Klee. „Es wird sehr mild, die Temperaturen gehen auf 17, 18 Grad hinauf.“ Wichtig für die Veranstalter des Rekordfunkens in Lustenau. „Es ist gegen Abend kein Wind zu erwarten, und trocken bleibt es auch“, sieht Klee meteorologisch keine Probleme für das Anzünden eines Funkens. Problematischer wird das Wetter für jene, die am Wochenende Skitouren vorhaben. „Unmittelbar nach den Niederschlägen, wenn die Sonne herauskommt, kann es sehr gefährlich werden“, weiß Bernhard Anwander (Rundbild) von der Landeswarnzentrale.

Hohe Lawinengefahr

Tatsächlich kann die Lawinenwarnstufe im Hochgebirge bis auf Stufe vier hinaufgehen. „Das bedeutet sehr hohe Lawinengefahr. „Es ist absolute Vorsicht geboten, wenn jemand am ersten schönen Tag nach den Niederschlägen eine Skitour unternehmen will“, warnt Anwander. Danach, wenn die Schneedecke sich setzt und eine Bindung entsteht, werde sich die Lage wieder entspannen, die Lawinengefahr kleiner werden. Das Wetter wird mittelfristig sehr wechselhaft bleiben. Bereits im Laufe des Sonntags dringt eine Kaltfront mit Niederschlägen in Vorarlberg ein. Die Schneefallgrenze sinkt dabei wieder auf unter 1000 Meter. Der Winter, so scheint es, gibt sich noch lange nicht geschlagen. VN-HK