Das Glück der Iren

15.03.2019 • 18:35 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die offene und lockere Art der Iren hat Schobel inspiriert. VN/HAller
Die offene und lockere Art der Iren hat Schobel inspiriert. VN/HAller

Christoph Schobel bringt den St. Patricks Day in sein Friseurstudio.

Höchst Der Friseurberuf ist bekanntlich ein kreativer. Für den Höchster Christoph Schobel war das durchaus ein entscheidender Aspekt dafür, diesen Beruf zu ergreifen. „Ich wollte immer mit Menschen zusammenarbeiten und meine Kreativität ausleben“, sagt der 46-Jährige. Diese offenbart sich nicht nur in Haarschnitten und -farben, sondern auch in der Art und Weise, wie ein Friseurstudio geführt wird.

Der Friseurmeister lebt es vor, etwa anlässlich des St. Patricks Days am Sonntag. Der 46-Jährige bringt das Glück der Iren direkt nach Vorarlberg und verwandelt sein „Haarscharf“-Studio. Eine Woche lang hat hier die Farbe Grün das Sagen, allerdings nicht auf den Köpfen der Kunden, sondern als Dekoration an den Wänden, mit irischer Musik und eigens gefertigten Shirts. Natürlich dürfen auch Guinness und Irish Coffee als Nationalgetränke in der „Irish Week“ nicht fehlen. Doch warum feiert ein Vorarlberger den irischen Nationalfeiertag, an dem des Bischofs Patrick gedacht wird? „Ich bin ein Irland-Fan, seit mir meine Freundin vor sechs Jahren eine Reise dorthin geschenkt hat“, erklärt der stellvertretende Innungsmeister. Nicht nur von den Klippen, der immergrünen Landschaft und der Möglichkeit zum Wellenreiten zeigt sich der 46-Jährige begeistert, auch das wohlwollende Gemüt der Insulaner beeindruckt ihn: „Die Iren sind ein so nettes und offenes Volk. Man bleibt in den Pubs nie lange allein“, schildert Schobel seine Erfahrungen. Außerdem begeisterte den Musiker die Livemusik in den Bars.

Christoph Schobel feiert heuer das 20-jährige Bestehen seines Friseursalons. Neben seinem Team, darunter auch Freundin Patricia, ebenso Friseurmeisterin, schätzt er in erster Linie den Kontakt zu seinen Kunden, die aus den unterschiedlichsten Bereichen stammen: „Vom Ex-Landeshauptmann bis hin zum Straßenkehrer ist alles dabei. Ich will bei jedem Gespräch auf Augenhöhe mit den Kunden sein.“ Schobel ist dabei überwiegend im Herrenbereich tätig. Bärte feiern in jüngerer Zeit ein Revival, ebenso wie Barbiere. Diesen Trend holte Schobel vor zwei Jahren nach Vorarlberg und richtete einen Barbershop ein. Zahlreiche Bartshampoos, -conditioner und Fluids sind bei ihm erhältlich, das Trimmen wird bei Schobel zum Erlebnis.

Autodidaktisch und kreativ

Seine Kreativität lebt „Freesay“, wie er genannt wird, nicht nur hauptberuflich aus. Seine zahlreichen Reisen, sei es nach Hawaii, nach Indonesien oder eben nach Irland, hält der Autodidakt fotografisch fest. Seine Website hat er mit eigens gefilmten und geschnittenen Videos aufgewertet und die Musik dazu selbst aufgenommen: „Ich probiere eben gerne verschiedene Dinge aus.“

Weil die irische Woche, die von Dienstag bis Samstag im „Haarscharf“-Studio über die Bühne geht, bisher so gut angekommen ist, beschloss Schobel, im Herbst eine weitere zu veranstalten. Bevor er auf diese Weise ein Stück Irland nach Vorarlberg holt, wird er im Mai zum achten Mal die Insel bereisen. VN-MIH

Zur Person

Christoph Schobel

ist Inhaber des „Haarscharf Hair.Style“-Friseurstudios in Höchst.

Geboren 11. Jänner 1973

Beruf Friseurmeister, stellvertretender Landesinnungsmeister der Vorarlberger Friseure 

Familie Freundin Patricia Schneider