Startschuss für Millionenprojekt Autobahnanschluss Bludenz-Bürs erfolgt

Vorarlberg / 15.03.2019 • 17:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Vertreter der Asfinag, der bauausführenden Firmen und der Politik steckten zum Baustart für den neuen Autobahnanschluss Bludenz-Bürs am Freitagvormittag die Spate. VN/JS
Vertreter der Asfinag, der bauausführenden Firmen und der Politik steckten zum Baustart für den neuen Autobahnanschluss Bludenz-Bürs am Freitagvormittag die Spate. VN/JS

Offizieller Baustart mit Spatenstich am Freitagvormittag erfolgt. Umsetzung bis 2021 geplant.

BÜRS Zwei neue Kreisverkehre und vier Brücken sollen ab 2021 für mehr Sicherheit und Verkehrsentlastung im Bereich des Autobahnanschlusses Bludenz-Bürs sorgen. Am Freitagvormittag erfolgte der Spatenstich und damit der offizielle Baustart für das 28,8 Millionen Euro teure Großprojekt, das in Kooperation von Asfinag, Land und Gemeinde Bürs realisiert wird.

Seitens der Asfinag sprach Geschäftsführer Andreas Fromm von einer großen Herausforderung, die das bevorstehende Bauprojekt darstellen würde. „Ungeachtet dessen werden die Zu- und Abfahrten der Anschlussstelle während der Bauphase immer verfügbar bleiben“, versichert der Geschäftsführer. „Rechtzeitig zur Wintersaison werden wieder zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Die erforderlichen Sperren, etwa für die Abtragung der bestehenden Brücken, werden alle in der Nacht erfolgen.“ Parallel zur neuen Anschlussstelle werde auch die Sanierung der Autobahn erfolgen.

Landeshauptmann Makrus Wallner freute sich über den Startschuss „für ein langersehntes Projekt“. „Nach langen und mühsamen Verhandlungen sind wir sehr froh, dass es nun losgehen kann“, so Wallner. Man könne von dem Projekt mehr Sicherheit, einen besseren Verkehrsfluss und dadurch weniger Staus erwarten, so der Landeshauptmann im Rahmen der Feierlichkeiten, die vom nasskalten Wetter etwas getrübt wurden.

„Freudentag für Bürs“

„Für die Gemeinde Bürs ist heute ein Freudentag“, kommentierte Bürgermeister Georg Bucher den Baustart. „Wir warten seit dem Jahr 2001 auf diese Verbesserung, daher ist die Freude heute sehr groß.“ Neben den kurzen Wegen in die umliegenden Gewerbegebiete hob Bucher auch die Entflechtung des regionalen und überregionalen Verkehrs hervor. „Die gute Verbindung zwischen Bludenz und Bürs kommt im Besonderen auch den Fahrradfahrern zugute“, lobte Bucher die vorliegende, 19 Variante.

Seit 11. März laufen die Vorarbeiten zu den Umbauarbeiten an der Anschlussstelle Bludenz-Bürs. Bevor die eigentlichen Neubauarbeiten startet können, müssen aber zunächst die alten Bauwerke weichen. Deswegen reißt die Asfinag drei bestehende Brücken über der A14 ab. Dafür entstehen zwei neue Kreisverkehre und insgesamt vier neue Brücken. Damit ausreichend Platz für die neue Anschlussstelle geschaffen wird, müssen die bestehende Autowaschanlage sowie einige Gebäude im Bereich der Firma Uniwash abgerissen werden.

Blick über den Tellerrand

Im Sinne einer ganzheitlichen Verbesserung der Verkehrssituation habe man auch „über den Tellerrand hinausgeblickt und das niederranginge Streckennetz miteinbezogen“, so Asfinag Geschäftsführer Stefan Siegele. Daher sei auch die Anpassung des Rad- und Gehwegnetzes an die neuen Gegebenheiten in diesem Bereich ein wesentlicher Teil des Großprojekts. Darüber hinaus wird es zudem zur Erneuerung des Lärmschutzes in diesem Bereich kommen. Siegele spricht diesbezüglich von einer „Win-Win-Situation für alle Beteiligten“. An eine Einbindung der umliegenden Betriebe in die Finanzierung des Millionenprojektes sei hingegen nie gedacht worden, weder seitens der Asfinag noch seitens des Landes. „Das zählt meiner Meinung nach zu den Aufgaben der öffentlichen Hand“, so Wallner.

In weiterer Folge will man sich seitens der Asfinag auch die Anschlussstelle Bludenz-Montafon genauer anschauen. Erste Überlegungen wurden bereits angestellt, konkretes liegt derzeit aber noch nicht auf dem Tisch.