Darum bringt Friseur Christoph Schobel den St. Patrick’s Day nach Vorarlberg

Vorarlberg / 17.03.2019 • 13:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die offene und  gesellige Art der Iren inspirierten den Friseur für die "Irish Week".  VN/Haller
Die offene und gesellige Art der Iren inspirierten den Friseur für die „Irish Week“. VN/Haller

Heute ist St. Patricks Day. Christoph Schobel würdigt den irischen Gedenktag auf seine Weise: Mit der „Irish Week“ bringt er das Glück der Iren in sein Friseurstudio in Höchst.

Höchst Der Friseurberuf ist bekanntlich ein kreativer. Für den Höchster Christoph Schobel war das mitunter ein entscheidender Aspekt, diesen Beruf zu ergreifen. „Ich wollte immer mit Menschen zusammenarbeiten und meine Kreativität ausleben“, sagt der 46-Jährige. Diese offenbart sich nicht nur in Haarschnitten und -farben, sondern auch in der Art und Weise, wie ein Friseurstudio geführt wird.

Seit (Voll-)Bärte wieder im Trend sind, feiern Barbershops ein Revival – auch in Vorarlberg.

Der Friseurmeister lebt es vor, etwa anlässlich des St. Patricks Days am Sonntag. Der 46-Jährige bringt das Glück der Iren direkt nach Vorarlberg und verwandelt sein „Haarscharf“-Studio. Eine Woche lang hat hier die Farbe Grün das Sagen, allerdings nicht auf den Köpfen der Kunden, sondern als Dekoration an den Wänden, mit irischer Musik und eigens gefertigten Shirts. Natürlich dürfen auch Guinness und Irish Coffee als Nationalgetränke in der „Irish Week“ nicht fehlen. Doch warum feiert ein Vorarlberger den irischen Nationalfeiertag, an welchem dem Bischof Patrick gedenkt wird? „Ich bin ein Irland-Fan, seit mir meine Freundin vor sechs Jahren eine Reise dorthin geschenkt hat“, erklärt der stellvertretende Innungsmeister. Nicht nur von den Klippen, der immergrünen Landschaft und der Möglichkeit zum Wellenreiten zeigte sich der 46-Jährige begeistert, auch das wohlwollende Gemüt der Insulaner beeindruckte ihn: „Die Iren sind ein so nettes und offenes Volk. Man bleibt in den Pubs nie lange allein“, schildert Schobel seine Erfahrungen. Außerdem begeisterten den Musiker die Live-Musik in den Bars.

Wer seinen Bart pflegen will, ist in „Freesays“ Barbershop richtig.

Ex-Landeshauptmann als Kunde

Christoph Schobel feiert heuer das 20-jähriges Bestehen seines Friseursalons. Neben seinem Team, darunter auch Freundin Patricia, ebenso Friseurmeisterin, schätzt er in erster Linie den Kontakt zu seinen Kunden, die aus den unterschiedlichsten Bereichen stammen: „Vom Ex-Landeshauptmann bis hin zum Straßenkehrer ist alles dabei. Ich will bei jedem Gespräch auf Augenhöhe mit den Kunden sein.“ Schobel ist dabei überwiegend im Herrenbereich tätig. Bärte feiern in jüngerer Zeit ein Revival, ebenso wie Barbiere. Diesen Trend holt Schobel vor zwei Jahren nach Vorarlberg und richtete einen Barbershop ein. Zahlreiche Bartshampoos, -conditioner und Fluids sind bei dem Friseur erhältlich, das Trimmen wird bei ihm zum Erlebnis.

Auch das irische Nationalgetränk darf nicht fehlen.

Autodidaktisch und kreativ

Seine Kreativität lebt „Freesay“, wie er genannt wird, nicht nur hauptberuflich aus. Seine zahlreichen Reisen, sei es nach Hawaii, nach Indonesien oder eben nach Irland, hält der Autodidakt fotografisch fest. Seine Website hat er mit eigens gefilmten und geschnittenen Videos aufgewertet und die Musik dazu selbst aufgenommen: „Ich probiere verschiedene Dinge eben gerne aus.“ Weil die irische Woche, die von Dienstag bis Samstag im „Haarscharf“-Studio über die Bühne geht, bisher so gut angekommen ist, beschloss Schobel eine weitere im Herbst zu veranstalten. Bevor er auf diese Weise ein Stück Irland nach Vorarlberg holt, wird er im Mai zum achten Mal die Insel bereisen.

Zur Person

Christoph Schobel

Geboren 11. Jänner 1973

Beruf Friseurmeister, Landesinnungsmeister Stellvertreter der Vorarlberger Friseure

Familie Freundin Patricia Schneider

Website https://www.haarscharf.at/