Wegen Sturm verschobene Dornbirner Funken loderten im zweiten Anlauf

Vorarlberg / 17.03.2019 • 21:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zeit, den Funken zu entflammen: Die Fackeln werden entzündet. loa
Zeit, den Funken zu entflammen: Die Fackeln werden entzündet. loa

Dornbirn holte Funken in Haselstauden und Mühlebach gebührend nach.

Das stürmische Wetter hatte Sonntag vor einer Woche einige Funkenzünfte dazu veranlasst, den Funken aus Sicherheitsgründen zu verschieben. Am vergangenen Freitag nun wurden der Haselstauder und der Mühlebacher Funken nachgeholt.

Beim zweiten Mühlebacher Termin wollte sich der Wind allerdings nicht geschlagen geben und böte immer wieder auf. Die Funkenzunft entschied sich dennoch, das Feuer zu zünden und so erlebte das Publikum zwei großartige Funken mit rekordverdächtigem Funkenflug.

Mühlebacher Funken brannte am Freitag lichterloh.
Mühlebacher Funken brannte am Freitag lichterloh.

Die Zunft hatte auch heuer wieder zwei schöne Funken errichtet, die durch Feuerschwinger und Kinder mit Fackeln spektakulär in Szene gesetzt wurden. Das anschließende Entzünden des sechs Meter hohen Kinderfunkens mit den noch brennenden Fackeln, war dann der erste Höhepunkt des Abends. Hexe „Agathe“ hatte ein kurzes Leben und verabschiedete sich mit einem lauten Knall. Hexe „Frieda“ durfte traditionell auf den 12 Meter hohen Funken fliegen. „Warum wird der Funken in der Mitte entzündet?” so eine Frage aus den hinteren Reihen „Damit er nicht so rasch umfallen kann”, kam sofort die Antwort der Funkenbauer. Die Zuschauer konnten noch kurz in die rot lodernden Augen der Hexe blicken, bevor auch sie mit lautem Knall explodierte. Die Funkenbauer bewirteten auch beim zweiten Mal die zahlreich gekommenen Zuschauer.

Hunderte am Hella-DSV-Platz

Vom Pech verfolgt war in diesem Frühjahr bisher die Fasnatszunft Haselstauden. Erst mussten die Narren wegen des Volksschul-Neubaus auf ihren Faschingsumzug verzichten, dann machte auch noch das Wetter dem Funken einen Strich durch die Rechnung. Doch die Haselstauder wurden am vergangenen Freitag vollends entschädigt, als nach einem verregneten Tag der Abend föhnig – und vor allem trocken – hunderte Zuschauer auf den Sportplatz lockte. Nachdem der Kinderfunken heruntergebrannt war erleuchtete ein buntes Feuerwerk den Himmel, danach war es so weit: Die Feuerschwinger der Faschingszunft entzündeten den stolzen Holzturm.

Der Haselstauder Funken wird entzündet.
Der Haselstauder Funken wird entzündet.

Keine 20 Minuten später erreichten die Flammen die Hex‘ an der Spitze, die mit einem lauten Knall ihr Ende fand. Doch auch an diesem Wochenende hielt der Wind die Funkenbauer in Atem. Der Wind blies einen Funkenregen bis zum  Haselstauder Bahnhalt, sodass die Helfer die angrenzenden Bäume mit Wasserschläuchen benetzten. Bei der Fasnatszunft sah man sich angesichts dessen darin bestätigt, den Funken am stürmischen Funkensonntag nicht entzündet zu haben. VN-PES, LOA