Grüne fordern zentralen Vorarlberger Wohnservice

Vorarlberg / 19.03.2019 • 08:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Zentralstelle soll Vergaben im ganzen Land verwalten.

Bregenz Wer eine gemeinnützige Wohnung möchte, muss sich bei der jeweiligen Gemeinde melden. Die entscheidet anhand eines Punktesystems über die Vergabe der Wohnungen. Manchmal stimmt ein Wohnungsausschuss mit gewählten Vertretern ab, in manchen Gemeinden entscheiden andere. Geht es nach den Grünen, soll sich das ändern. Sie fordern, die Wohnungsvergabe in einer Landesstelle zu zentralisieren, die Gemeinden sollen nur noch beratend zur Seite stehen; sehr zum Ärger des Koalitionspartners.

Wer eine gemeinnützige Wohnung möchte, muss sich bei der Gemeinde melden. Die entscheidet anhand eines Punktesystems, wer die Wohnung erhält. Manchmal stimmt ein Wohnungsausschuss mit gewählten Vertretern ab, manchmal entscheiden andere. Die Grünen wollen das nun ändern. Sie fordern, die Wohnungsvergabe in einer Landesstelle zu bündeln; zum Ärger des Koalitionspartners und des Gemeindeverbands.

Wie die VN berichteten, wurden in den vergangenen zwei Jahren 2816 gemeinnützige Wohnungen vergeben. Bei 890 davon war im System hinterlegt, dass sie nach Dringlichkeitspunkten vergeben wurden, bei 270 erhielt der erstgereihte die Wohnung. Für die grüne Wohnbausprecherin Nina Tomaselli zeigt das: „Eine durchgehende Anwendung des Punktesystems ist nicht nachweisbar.“ Sie spricht von Regel-Wirrwarr. Um diesen zu entwirren, fordert sie einen Vorarlberger Wohnservice mit Außenstellen. Dort soll alles verwaltet werden, was mit dem Thema Wohnen zu tun hat, unter anderem die Wohnbeihilfe und die Vergabe. Gemeinden würden dann noch beratend zur Seite stehen. Dies würde die Verwaltung vereinfachen und beschleunigen und sorge für Gleichbehandlung bei der Vergabe. Kritik kommt vom Koalitionspartner. „Wie eine neue Zentralbehörde die Wohnungsvergaben effektiver managen soll als die Gemeinden, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen“, ärgert sich ÖVP-Wohnbausprecher Albert Hofer. Gemeindeverbandspräsident Harald Köhlmeier (ÖVP) ergänzt: „Ich halte überhaupt nichts von diesem Vorschlag. Gemeinden sind viel näher dran und wissen, wie es in einer Siedlung aussieht.“