Acht Apps für Vorarlberg: Alltagshelfer auf dem Smartphone

Vorarlberg / 22.03.2019 • 11:30 Uhr / 8 Minuten Lesezeit
Auch Leonie nutzt Apps, die abseits der großen und bekannten Applikationen hilfreich sein können. VN/Haller

Von einfachem Parken bis hin zum digitalen Amt: Diese Apps sind hilfreich im Alltag.

Das Smartphone gehört mittlerweile zu uns wie eine Armbanduhr. Immerhin haben wir dieses rund um die Uhr bei uns, um zu fotografieren, im Internet zu surfen oder um mit Freunden und der Familie zu kommunizieren. Oder vielleicht lesen Sie diese Zeilen gerade mit ihrem Smartphone? Wenn ja, dann können Sie die eine oder andere App, die im Folgenden vorgestellt wird, gleich ausprobieren. Einige davon stammen aus Vorarlberg. Alle Applikationen sind für die Betriebssysteme iOS und Android geeignet und kostenlos:

1. Abfall|V

Die Abfuhrtermine für gelben oder schwarzen Sack in der eigenen Gemeinde im Auge zu behalten, ist manchmal gar nicht so leicht. Erinnerungen an die für einen selbst relevanten Abholtermine können in den Kalender importiert werden. Restmüll, Biomüll oder doch Plastik? Dass auch die Abfalltrennung für manche nicht selbsterklärend ist, zeigt ein Blick auf die eine oder andere Müllinsel. Das in der App enthaltene Abfall-ABC ist hilfreich, wenn man unsicher ist, wie und wo Abfall korrekt entsorgt wird.

2. V-Parking

Die Parkplatzsuche kann mitunter ungemein Nerven kosten, nicht nur in Großstädten, auch hier in Vorarlberg. Richtig lästig wird es dann, wenn das nötige Kleingeld für Ticket-Automaten nicht zur Hand ist. Aus diesem Grund gibt es die V-Parking (by Park Now)-App. Für die Nutzung ist eine Registrierung notwendig. Der Vorarlberg Tarif kann werktags zwischen 9 und 17 Uhr im ParkNow Kundencenter unter 0800 656688 aktiviert werden (Telefonanruf kostenlos aus Österreich). Voraussetzung für die Aktivierung des Sondertarifs ist ein bereits bestehendes ParkNow Kundenkonto mit der ParkNow Kundennummer. Haben Sie einen Parkplatz gefunden, wird der Parkvorgang in der App mit einem Fingerdruck gestartet und ebenso wieder beendet.
Aber Vorsicht! Wird das Abschließen des Parkvorganges vergessen, kann dies teuer zu stehen kommen. Bezahlt wird am Monatsende via Lastschrift, PayPal oder Kreditkarte. Eine Parkhistorie und die angefallenen Parkgebühren können dann über das Kundenprofil eingesehen werden. Pro Parkvorgang fällt eine Gebühr von € 0,25 an.

3. PeakLens

Jeder Vorarlberger ist wohl mit dem eigenen persönlichen Hausberg aufgewachsen. Was für die Feldkircher die Drei Schwestern und für die Bludenzer der Hohe Fraßen, ist für die Dornbirner der Karren und für die Bregenzer der Pfänder. Doch wie sieht’s mit den anderen über 200 Gipfeln aus? Wenn man im Small Talk zukünftig nicht nur mit dem Wetter punkten will, gibt es die PeakLens-App. Diese ist zwar nicht aus Vorarlberg, aber bietet Informationen über die Vorarlberger Bergwelt. Mittels Koordinaten wird der eigene Standpunkt bestimmt, von jedem beliebigen Ort lassen sich so die Namen der Berge ermitteln. Zusätzlich wird die jeweilige Höhe der Gipfel angezeigt. Mit dem Auslöseknopf kann ein Foto von der Panoramaansicht gemacht werden. Dieses kann bearbeitet und mit Freunden geteilt werden.

Von jedem beliebigen Ort lassen sich so die Namen der Berge ermitteln – hier jene unserer Schweizer Nachbarn von Feldkirch aus.

4. Holmi

Was in europäischen Großstädten mit Uber schon lange zum Alltag gehört, ist in Vorarlberg noch relativ neu. Auch hat die App einen anderen Namen, passend auf Vorarlbergerisch: Holmi (Anm.: „Hol mich“). Das Preissystem ist transparent,
via App kann mit Kreditkarte oder bar im Taxi bezahlt werden. Kooperiert wird mit bestehenden Taxiunternehmen.
Abrufbar ist der Service vorerst in Dornbirn, Hohenems, Bregenz, Feldkirch und den umliegenden Gemeinden. Seit Anfang März gibt es das Vorarlberger Mobilitätstechnologieunternehmen auch in Wien.

Die Holmi-App zeigt einen geschätzten Preis der Route an.

5. cleVVVer mobil

Für alle Vorarlberger, die sich nicht mit dem Auto fortbewegen, gehört diese Applikation des Vorarlberger Verkehrsverbundes schon lange zum Standardrepertoire. Ganz einfach werden Bushaltestellen in der Nähe angezeigt, von der aus die Zielhaltestelle erreicht werden soll. Angezeigt werden nicht nur alle Verbindungen (samt Linie und Umstiegsmöglichkeiten), sondern auch die Dauer und Kosten für die Fahrt.

Die Dauer sowie Kosten der Fahrt werden auf der Applikation des Vorarlberger Verkehrsverbundes angezeigt.

6. Vorarlberg Urlaub&Freizeit

VN-Leser erinnern sich vielleicht noch an die Serie „Oh, wie schön ist Vorarlberg“. In dieser wurden im Herbst 2018 familienfreundliche Wanderrouten in ganz Vorarlberg vorgestellt, zum Beispiel der Natursprünge-Weg im Brandnertal oder der Schnifner Sagenwanderweg. Nicht nur für Urlaubsgäste, sondern auch für Einheimische nützlich ist die Applikation von Vorarlberg Tourismus, die ebenfalls (Familien-)ausflugsziele vorgestellt. Interaktive Karten bilden Wanderrouten im Sommer und Winter, Mountainbiketouren, Skitouren und Langlaufloipen ebenso ab wie Golfplätze, Sehenswürdigkeiten, Stadtrundgänge oder Vorschläge für „Architektouren“.

7. Digitales Amt

Amtswege erleichtern: Das ist die Intention hinter der neuen App „Digitales Amt“ der Bundesregierung, die kürzlich vorgestellt wurde. Ebenso soll die neue Plattform „Oesterreich.gv.at“ künftig als zentrale Anlaufstelle für die digitale Verwaltung dienen. Hat man sich per Handy-Signatur angemeldet, können Dienste wie Wahlkarten beantragen oder die Änderung des Wohnsitzes möglich sein. Die ersten Tage nach der Präsentation der App konnte die App allerdings noch nicht punkten: Besonders Android-Nutzer klagten über gröbere Schwierigkeiten, die App wurde bisher mit 2,2 von fünf möglichen Sternen im Google Play Store eher mäßig bewertet, Grund dafür dürften technische Probleme sein.
Zudem sollen Eltern über einen „Digitalen Babypoint“ die wichtigsten Dokumente, unter anderem Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis, Meldebestätigung und E-Card, abrufen können. Grundvoraussetzung für die Nutzung ist die Handy-Signatur, außerdem wird ein biometrischer Sensor für die App-Nutzung benötigt. Neuere Smartphones sind bereits mit entsprechenden Fingerabdrucksensoren und Kameras für die Gesichtserkennung ausgestattet, beispielsweise Apples TouchID und FaceID. Die App verfügt zudem über eine alphabetisch geordnete Themenliste mit 245 Einträgen, die Informationen zu bestimmten Inhalten bieten, sei es von „Abfall“, bis hin zu „Grundstücke“, „Mutterschutz“ oder „Pflege“.

Wahlkarten für kommende Wahlen können über die App beantragt werden.
Verschiedenste Informationen zu Themengebieten können abgerufen werden.

8. CodeCheck

Was ist eigentlich in meinem Duschgel, das ich täglich benutze enthalten? Zu wissen, was in den Produkten enthalten ist, die jeden Tag benutzt oder konsumiert werden, ist ein Wunsch, den viele Menschen verspüren. Um den täglichen Einkauf bewusster und nachhaltiger zu gestalten, gibt es die CodeCheck-App, die zwar nicht aus Vorarlberg stammt, jedoch auch hierzulande sinnvoll sein kann. Inhaltsstoffe unterschiedlichster Produkte – seien es Lebensmittel oder Kosmetika – werden mittels Ampelsystem (grün = unbedenklich, rot = alarmierend) aufgelistet. Die Ergebnisse können teilweise erschreckend sein. Rot gekennzeichnete Inhaltsstoffe stehen zum Beispiel in Verdacht, Krebs oder Allergien zu erzeugen oder umweltbelastend zu sein.

Lebensmittel können mittels Barcode eingescannt werden.
Die App zeigt bei Kosmetika an, welche bedenklichen Inhaltsstoffe enthalten sind.

Haben Sie Lieblings-Apps, die Sie gerne nutzen oder die gar nicht mehr aus Ihrem Alltag wegzudenken sind? Schreiben Sie mir: mirijam.haller@vn.at