Augenmerk auf Blühflächen für Bienen und Schmetterlinge richten

Vorarlberg / 25.03.2019 • 22:10 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Bregenz Ohne Insekten gibt es keine Bestäubung – die Konsequenz wäre ein Ausfall vieler Lebensmittel. Vor dem Hintergrund setzt sich das Land Vorarlberg auch verstärkt für mehr Blühflächen ein, um für eine Verbesserung der Lebensbedingungen von Bienen und Schmetterlingen zu sorgen.

Blütenbesuchende Insekten wie Honigbienen, Wildbienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen haben eine zentrale Funktion im Ökosystemen. Sie bestäuben die Blütenpflanzen. „80 Prozent der heimischen Wildpflanzen und 84 Prozent der europäischen Kulturpflanzen sind auf Bestäubung durch Insekten angewiesen. Der Wert der Bestäubung für die europäische Landwirtschaft wird auf 22 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt“, betont Umweltlandesrat Johannes Rauch. Die Lebensbedingungen dieser Insekten haben sich jedoch in den vergangenen Jahrzehnten bedrohlich verschlechtert.

Das bis 2021 laufende Interregprojekt „Bürger – Bienen – Biodiversität“ soll vielen Menschen wieder den Blick für insektenfreundliche Lebensräume öffnen. Blütenbesuchende Insekten brauchen Nahrung, das heißt ein kontinuierliches Angebot an Blüten, und vielfältige Nist- und Lebensräume.

„Naturvielfalt soll in unsere Gärten, in unsere Siedlungen und auch Betriebsgebiete und natürlich in die freie Landschaft zurückkehren“, bekräftigt Johannes Rauch. Die Blüten sollten vorwiegend von heimischen Pflanzen sein, da viele Insektenarten in ihrer Evolution besondere Vorlieben entwickelt haben und sich ganz an eine Pflanze angepasst haben.

Mehr Grün aufs Dach

Ein anderer Schwerpunkt wird bei Gründächern liegen. Infolge der positiven wirtschaftlichen Entwicklung, der vielfältigen Bautätigkeiten und Flächenversiegelung stellt das Begrünen von Dächern immer mehr eine ökologische Notwendigkeit dar. Gründächer stellen aber auch einen Beitrag zum Klimaschutz dar, sie halten bei Starkregenereignissen Regenwasser zurück, durch die Photosynthese der Pflanzen wird CO2 gebunden. Die Vegetationsdecke reduziert zudem die Reflexionswärme und trägt zu einem Kühlungseffekt in der Umgebung bei.

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