Gemeinde Lech votiert für Bau von Zukunftsprojekt

Vorarlberg / 26.03.2019 • 15:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Kosten liegen laut Bürgermeister Ludwig Muxel bei 39 Millionen Euro. VN/Steurer/Sams

16 von insgesamt 18 Lecher Gemeindevertretern votierten für den Bau eines neuen Gemeindezentrums. Die Gesamtkosten liegen bei 39 Millionen Euro.

Lech Was lange währt, wird endlich gut. So könnte man die Entwicklung des neuen Gemeindezentrums „Postareal“ in Lech beschreiben. Die Pläne dafür werden nämlich bereits seit drei Jahrzehnten gewälzt. Jetzt haben die Gemeindevertreter von Lech das Großprojekt fixiert. In einer öffentlichen Sitzung am Montagabend votierten 16 der 18 Mandatare für die Umsetzung, ein Gemeindemandatar sprach sich dagegen und einer enthielt sich der Stimme. Laut gewordene Kritik, wonach das Großprojekt, dessen Gesamtkosten inklusive einer neuen Verkehrslösung, Logistik und Tiefgarage auf rund 39 Millionen Euro geschätzt werden, in „geheimen und nichtöffentlichen Sitzungen der Gemeinde“ auf Schiene gebracht worden sein soll und sich Bürgermeister Ludwig Muxel damit ein Denkmal setzen wolle, weist dieser entschieden zurück: „Es hat keine einzige nichtöffentliche Sitzung zu diesem Thema gegeben. Von einem Denkmal kann nicht die Rede sein, ich habe mit diesem deutlichen Mehrheitsbeschluss den Auftrag von den Bürgern bekommen.“

Start für Umsetzung im Frühjahr 2020

Für die Gemeinde Lech liegen die Kosten laut Muxel bei 29 Millionen Euro. Damit bestehe nach wie vor genügend Handlungsspielraum, um in den kommenden Jahren weitere wichtige Projekte in Lech finanzieren zu können. Verläuft nun alles nach Plan, soll bereits nach der kommenden Wintersaison im Frühling 2020 mit dem Bau des Vorhabens begonnen werden, skizziert Muxel im Gespräch mit den VN die weiteren Schritte.

„Von einem Denkmal kann nicht die Rede sein. Ich habe den Auftrag zur Umsetzung von den Bürgern bekommen.“

Ludwig Muxel, Bürgermeister Lech

Ungeachtet der deutlichen Mehrheit in der Gemeindestube wird an den Plänen im Tourismuseldorado weiterhin Kritik geübt. Während Hotelier Gerold Schneider, der als einziger Gemeindevertreter gegen den Bau gestimmt hat, nichts vom Bau von Einzelobjekten hält und sich für eine wohldurchdachte Strategie zur Standortentwicklung ausspricht, halten auch manche Bürger in der Arlberggemeinde an ihrer Kritik und ablehenden Haltung fest.